…Schneespaß trotz Entega.
Januar Wochenende. Zentraler Platz in Berlins Mitte. Eingerahmt von Berliner Dom, Spree und ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR fand auf dem Schloßplatz, quasi im Keller des ehemaligen Palastes der Republik eine sogenannte Schneemann-Demo statt. Als Schneemänner kostümierte Animateur-Damen, weiß gekleidete Hostessen, eine Getränkebar, eine Schauspielerin, die Kindermärchen liest, bezahlte professionelle Schneegestaltenbauer, sie bildeten den Rahmen und die Kulisse für eine “Schneemanndemo”, organisiert von Entega. Einem Stromversorger aus der Mainzer Region, der jetzt auch Ökostrom vertreiben will (siehe auch “Schummelstrom” bei Utopia).
Die Energievertriebsgesellschaft Entega ruft ab heute für das kommende Wochenende in Berlin mit der Marketingveranstaltung „Schneemann-Demo gegen den Klimawandel“ zu verstärktem Klimaschutz auf.
Die Berliner Schneefamilien und deren Erbauer freuen sich “sehr” über diese ungeahnte Unterstützung. Somit rufen neben uns dem BUND-Berlin und Greenpeace nun auch der erste Stromanbieter zum Bau der durch die schleichende Klimaerhitzung bedrohten Gattung auf. Lies den Rest des Artikels »
In den Morgenstunden des 17. Januar trafen sich fleißige und kreative, weiße Hände auf dem Falkplatz/Mauerpark im Prenzlauer Berg, um auch in diesem Jahr (wie schon 2009) wieder fröhliche, winterliche Schneegestalten zu erschaffen.
Mit einem abgebrochenen Schneeschieber wurden Schneeblöcke aus aufgeschobenen Schneeblöcken gemeißelt, übereinander getürmt, geschliffen und mit klammen Fingern verziert.
Kopftuch, Hagebutten, frisch gepflückte, verwittert Luftballons, Holzkohlestückchen, Möhrchen, diverse Zweige, Herbstlaub sowie Trauben und Süßkirschsaft dienten der Gestaltung einer kleinen Galerie. Lies den Rest des Artikels »
Die Berlinerinnen und Berliner sind vielfach ganz selbstverständlich für den Klimaschutz aktiv. Dazu gehört der tägliche Schwung aufs Fahrrad genauso, wie die Nutzung von energiesparenden Geräten oder der Bezug von Ökostrom. Weil es schneller geht, langfristig Kosten spart, mehr Spaß macht oder der Umwelt hilft – egal aus welchen Beweggründen sie CO2 einsparen: Der “Stadtvertrag Klimaschutz” gibt diesen ganz normalen Klimaschützern eine Stimme.
Auf www.stadtvertrag-klimaschutz.de kann man seinen Beitrag für den Klimaschutz eintragen, für andere sichtbar zu machen und sich von den Taten anderer inspirieren lassen. Wer seinen Beitrag bis zum 1. März veröffentlicht, kann außerdem an einer Verlosung teilnehmen.
Auch im Jahr 2010 sind unsere Hauptthemen Klima und Energie.
Die Braunkohleregion Lausitz und das Kohlekraftwerk in Jänschwalde sind weiterhin ein Thema für uns. Wir sind gerade dabei, uns zu informieren, zu vernetzen und weitere Aktionen zu planen.
Gute Infos liefert auch das “Schwarzbuch Vattenfall” von Greenpeace, hier online abzurufen.
Natürlich ist auch das Themenfeld Atomkraft weiterhin ein wichtiges Element unserer Arbeit.
Wir beobachten auch, was sonst noch so los ist und wollen euch die interessanten Links nicht vorenthalten:
Am Freitag, dem 29.1., hält Stefan Rahmsdorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in der Urania einen Vortrag zum Thema “Die Erkenntnisse der Klimaforschung und die Ergebnisse von Kopenhagen”.
Die industrielle Tierhaltung trägt deutlich zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Die Konsequenz daraus könnte sein, die eigene Ernährung umzustellen und weniger Fleisch oder tierische Produkte zu essen. Neben dem Vegetarierbund bietet beispielsweise die Webseite berlin-vegan.de viele Informationen. Vegan zur Probe? Das ist ab dem 16.1. in Berlin unter Anleitung möglich, siehe hier. Einfach mal vegane Rezepte ausprobieren? Schau mal beim rezeptefuchs.
In der Ausgabe vom 17.12.09 wird unsere Gruppe im “stern” erwähnt! Im Artikel “Love-Parade der Klimakämpfer” über die Proteste anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen wird eine interessante Behauptung aufgestellt:
“(…) Mehr als 500 deutsche Jugendliche sind in der Nacht von Freitag auf Samstag in Bussen aus Kiel, Hamburg, Berlin und Bremen angekommen. Die meisten zwischen 16 und 20 Jahre alt, für viele ist Kopenhagen ihre erste Demonstration. Nach der Ankunft haben sie Transparente gemalt, “Kohle nur noch zum Grillen”, oder “Climate Justice” und sich dann für wenige Stunden in ihre Schlafsäcke auf den Boden der Klassenzimmer gelegt. (…)”
Liebe stern-Leute, die Transparente haben wir natürlich schon vorher gemalt, dafür wäre in Kopenhagen keine Zeit gewesen.
Robert: Ich denke, dass auf jeden Fall viel mehr drin war. Schließlich gab es jahrelange Vorbereitungen von Seiten der Regierungen, aber auch von Nichtregierungsorganisationen. Alle haben wahnsinnig viel in die Vorbereitung dieses Gipfels investiert und letztlich auch in den Gipfel selbst. Wenn dann am Ende so gar nichts heraus kommt, ist das schon sehr enttäuschend.
Aber so leicht lassen wir uns nicht unterkriegen. Wir geben nicht auf!
Robert: Jeder Einzelne ist gefragt, sich zu engagieren. Das können ganz kleine Schritte sein, zum Beispiel Nachbarschaftsinitiativen, die Ökokieze gründen.
- Und vor allem: Nach den Klimaverhandlungen kannst du dich gern bei uns mit einmischen. Ab Donnerstag, dem 7.Januar 2010 treffen wir uns wieder wöchentlich in Berlin.