“Wir haben es satt”: Auch den klimagerechten Konsum stärken!

19. Januar 2012

Letztes Jahr waren es die dioxinverseuchten Eier, dieses Jahr sind es die antibiotikabelasteten Hühner – und hinter diesen schrecklichen Einzelmeldungen stehen grundsätzlichere Probleme wie Massentierhaltung, Lebensmittelspekulation, Gentechnik und ungerechte Landwirtschaftspolitik.

Wir haben es satt!

Wir haben es satt!

Deshalb rufen zahlreiche zivilgesellschaftlichen Akteure auch in diesem Jahr erneut zur Großdemonstration “Wir haben es satt!” auf, die am kommenden Samstag, dem 21. Januar 2012, um 11.30 Uhr am Berliner Hauptbahnhof starten wird. Ein breites Bündnis fordert damit eine nachhaltige Landwirtschaft, ein Menschenrecht auf Nahrung und den Respekt vor den Tieren in der Landwirtschaft.

Auch wir folgen diesem Aufruf und sind auf der Demonstration vertreten. Konkret möchten wir auf die erheblich klimaschädlichen Auswirkungen des Fleischkonsums aufmerksam machen. Optisch und geschmacklich nahezu vergleichbar, fallen jedoch beispielsweise die Klimabilanzen von Tofuwürsten und Bratwürsten extrem unterschiedlich aus. Nicht nur an diesem Beispiel zeigt sich, dass oft nicht viel nötig ist, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Eine bewusstere Ernährung schützt zudem nicht nur das Klima, sondern kann auch die eigene Gesundheit stärken.

Demo-Webseite mit weiteren Infos

Aufruf zur Demo als PDF-Datei

Sternmarsch gegen Braunkohlentagebau

21. Dezember 2011

Die Bürger der vom Tagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Dörfer laden für den 8. Januar zum fünften Sternmarsch ein. Angesichts der Diskussion um die Energiestrategie des Landes Brandenburg protestieren sie damit sowohl gegen den geplanten Tagebau, als auch gegen den Neubau eines Braunkohlenkraftwerkes.
Auf einer Wiese zwischen den Orten Grabko, Kerkwitz und Atterwasch werden die Demonstrationszüge aus drei Richtungen gegen 14:00 Uhr zusammentreffen. Zu den Initiatoren des Sternmarsches zählen auch die Bürger der Orte, die von einer Randlage am Tagebauloch bedroht sind, wie zum Beispiel Taubendorf, Gastrose, Schenkendöbern und Guben.
Die Treffpunkte für Teilnehmer des Sternmarsches sind wie in den vergangenen Jahren:
13:00 Uhr Grabko, Gaststätte
13:15 Uhr Atterwasch, Feuerwehr
13:30 Uhr Kerkwitz, Dreieck (Bahnanschluss vorhanden)

Anfahrt von Berlin:
Berlin Hbf ab 10:34 (Gleis 12; auch über Zoo 10.28, Friedrichstr. 10.37, Alex, Ostbhf. Zur gemeinsamen Anfahrt mit Brandenburgticket bitte vorher melden.)
Cottbus an 11:56 (Gleis 2)
Cottbus ab 12:08 (Gleis 8)
Kerkwitz an 12:37

Kurzurlaub: Clubmob im SO36

17. Dezember 2011

Kurzurlaub gefällig? Am Montag, 19.12. steigt im SO36 in Kreuzberg der erste Berliner Clubmob. Das eingenommene Geld an diesem Abend verwendet das SO36 dafür, energiesparende und damit klimafreundliche Geräte zu finanzieren, z.B. Kühleschränke, Beleuchtung oder Musikanlagen. Wenn die Party voll wird, reicht es auch für Ökostrom. Die Energiesparmaßnahmen werden vom Berliner Energiecheck überprüft, den man übrigens auch zu sich nach Hause einladen kann.

Filmpremiere: Radioactivists – Anti-Atom-Protest in Japan seit Fukushima

11. Dezember 2011

Am Sonntag (11.12.) wird zum erste Mal in Berlin der Film Radioactivists gezeigt! Die Premierenvorstellung ist um 18 Uhr im Kino Moviemento in Kreuzberg, in Anwesenheit der beiden Regisseurinnen und wird von uns präsentiert.

Als am 11. März 2011 erst das Erdbeben, dann der Tsunami und schließlich die Reaktorunfälle in Fukushima Japan erschütterten, waren die deutschen Regisseurinnen Julia Leser und Clarissa Seidel vor Ort. Sie verfolgten die aufkommende Protestbewegung und die Demonstrationen ab der ersten Stunde, um einen Gegenpol zu der stereotypen Berichterstattung der Medien zu schaffen. Es kommen japanische Intellektuelle, Soziologen, Wissenschaftler und Anti-Atom-Aktivisten zu Wort, die kritisch Stellung zu den Ereignissen in Japan und zu den Folgen des TEPCO-Unglücks beziehen und die Protestbewegung als eine historische Chance betrachten.

Hier der vielversprechende Trailer. Die Vorführung ist in Japanisch mit deutschem Untertitel.

Artikel im Neues Deutschland: Dinge können sich ändern

Busse zum Gorleben-Protest

18. November 2011

Es ist wieder so weit und hoffentlich zum letzten Mal – in der nächsten Woche soll wieder ein Atommüll-Transport nach Gorleben rollen. Der Castor startet am Donnerstag dem 24.11. Mittwoch dem 23.11. in Frankreich und wird frühestens spätestens am Sonntag am Ziel erwartet. Zwischendrin gibt es bunte, friedliche und entschlossene Proteste: in Frankreich beim Start in Valognes und ganz Frankreich, bei der Südblockade in der Pfalz und natürlich im Wendland in Niedersachsen. Aus Berlin fahren Busse am Donnerstag, Freitag und Samstag ins Wendland hin, und Samstag, Sonntag und nach Ende aller Aktionen wieder zurück. Die Karten kosten einheitlich 16 Euro. Verkaufsstellen sind:

Weitere Infos, zu dem Buspool der Berliner Anti-Atom-Koordination, genaue Abfahrtzeiten und Orte stehen auf www.anti-atom-reisen.de.

Update 20.11.: Der Start in Frankreich wurde um einen Tag vorverlegt.

Update 22.11: Letzte Bustickets sind noch bei den NaturFreunden und in der Schwarze Risse erhältlich.

Gorleben soll leben! Widerstand gegen Castor-Transporte und ein ungeeignetes Endlager

07. November 2011

Einladung zu Vortrag und Diskussionsrunde

Die  Reaktorkatastrophe  von  Fukushima  hat  dazu  geführt,  dass  die  schwarz-gelbe  Bundesregierung  die Verlängerung  der  AKW-Laufzeiten  zurückgenommen hat.  Acht  Reaktoren  werden  stillgelegt  –  ein  großer Erfolg für die vielen tausend Menschen, die im Frühjahr immer wieder auf die Straße gegangen sind.

Vom  Endlagerstandort  Gorleben  ist  die  Bundesregierung allerdings immer noch nicht abgerückt. Obwohl spätestens   seit   den   Berichten   des   Bundestags-Untersuchungsausschusses zu Gorleben auch den Kabinettsmitgliedern  klar  sein  muss,  dass  der  Salzstock Gorleben als Endlagerstandort völlig ungeeignet ist.

Mit Jürgen Fahrenkrug (.ausgestrahlt) und Thorben Becker (BUND) werden wir über die Endlagerproblematik, den Widerstand gegen die Castor-Transporte, aber auch über neue Herausforderungen für die Anti-AKW Bewegung diskutieren.

Montag, 14.November 2011 um 19:30h im
Haus der Demokratie und Menschenrechte | Robert-Havemann-Saal
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Jürgen Fahrenkrug – Hält für .ausgestrahlt den Kontakt zu den verschiedensten Anti-AKW Initiativen im Bundesgebiet

Thorben Becker – Energiereferent und Leiter des Klimaschutzteams vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

 

Die Veranstaltung wird von uns zusammen mit der von der BUNDjugend Berlin organisiert und findet im Rahmen der Infotour von .ausgestrahlt statt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch ist eine Rückmeldung wünschenswert, um die Anzahl der Teilnehmenden einschätzen zu können: per E-Mail an: akklee@bund-berlin.de oder telefonisch unter: (030) 787 9000.

Energiewende für Polen – ohne Atomkraft!

30. Oktober 2011

Energia Atomowa? Nie DziekujeIn Deutschland, der Schweiz, Italien, Österreich und vielen weiteren Ländern hat die Atomkatastrophe von Fukushima zu einem Umdenken geführt: hier wurden die Laufzeiten für Atomkraftwerke wieder begrenzt und die acht ältesten AKW abgeschaltet. In der Schweiz wurden die Pläne für neue AKW aufgegeben und ein langfristiger Atomausstieg beschlossen. In Italien wurden die Atompläne von Berlusconi mit einem Volksentscheid hinweggefegt. Und Österreich will den Import von Atomstrom sogar ganz verbieten.

Hintergrund: Atomträume seit den 1980ern

Doch nicht überall wurde die Warnung von Fukushima verstanden. In unserem Nachbarland Polen gibt es schon seit den 1980er Jahren Pläne für Atomkraftwerke. In Żarnowiec bei Danzig/Gdansk an der Ostsee wurde 1983 mit dem Bau zweier Reaktorgebäude begonnen. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 wuchs der Widerstand in der Bevölkerung und der AKW-Bau wurde 1990 nach einem Volksentscheid endgültig eingestellt – übrig geblieben ist eine teure Bauruine. Ein weiteres AKW mit bis zu vier Blöcken war am Standort Warta Klempicz geplant, in der Nähe von Poznań, keine 200 Kilometer von Berlin entfernt. Der Bau wurde nie begonnen aber die Pläne existierten weiter – bis heute!

Nach jahrelanger Vorbereitung hat die polnische Regierung im November 2009 ein offizielles Programm für die Energiepolitik bis zum Jahr 2030 beschlossen, dass den Bau mehrerer Atomkraftwerke vorsieht. Zunächst wurden verschiedene Standorte an der Oder, also an der deutschen Grenze, bevorzugt, z.B. Gryfino bei Stettin/Szczecin. Dagegen hat sich in Brandenburg die Bürgerinitiative AFLUM (Atomkraftfrei leben in der Uckermark) gegründet. Und auch die Anti-Atom-Demos in Berlin, mit bis zu 100.000 Teilnehmern, haben Eindruck in Polen gemacht, so dass die ersten AKW jetzt etwas mehr Abstand zu Deutschland haben sollen. Auch in Polen ist eine Mehrheit der Bevölkerung grundsätzlich skeptisch gegenüber Atomkraft. Eine große und gut vernetzte Anti-Atom-Bewegung wie in Deutschland gibt es bisher allerdings noch nicht. Kritik gibt es vor allem an den möglichen Standorten. Neben Żarnowiec und Warta Klempicz sind dies Kopań an der Ostsee (bei Köslin/Koszalin) und Nowe Miasto (50km nördlich von Warschau).

Bauruine des AKW Żarnowiec

Bauruine des AKW Żarnowiec, Foto: CC by Michał Kotas

Grenzüberschreitende Umweltprüfung -
Jetzt Einwendungen schreiben!

Klar ist: Polen braucht eine Energiewende. Bisher wird der Strom fast ausschließlich in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Kraftwerke sind alt und ineffizient, Braunkohletagebaue hinterlassen Mondlandschaften. Offiziell will die polnische Regierung mit dem Energieprogramm bis 2030 die Stromerzeugung diversifizieren. Doch erneuerbare Energien spielen darin nur eine Nebenrolle. Über sie werden die klassischen Vorurteile vorgebracht: sie seien zu teuer, unzuverlässig und schädlich für die Natur.

Anfang Oktober wurde ein sogenanntes Grenzüberschreitendes Strategisches Umweltprüfungsverfahren (SUP-Verfahren) begonnen, an dem sich auch die deutsche Öffentlichkeit beteiligen kann. Das Verfahren läuft bis zum 4. Januar 2012. Stellungnahmen können auch in Deutsch gemacht werden, müssen aber an die Behörden in Polen geschickt werden.

Die offiziellen Unterlagen und Adressen stehen auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums.

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des BUND Bundesverband: Atomkraft in Polen? Nein Danke!

Keine neuen Tagebaue! Nein zu Welzow-Süd II!

23. Oktober 2011

Der Energiekonzern Vattenfall will seine klimaschädliche Braunkohleverstromung noch lange weiter betreiben und dafür unter anderem den Tagebau Welzow-Süd II neu aufschließen. 810 Menschen müssten alleine für diesen Tagebau umgesiedelt werden und das Lebensumfeld tausender weiterer würde dauerhaft zerstört. Braunkohleverstromung ist weder ökologisch noch sozial zu verantworten. Da der Klimawandel alle Menschen betrifft, rufen wir dazu auf, den Protest auch aus Berlin und anderswo mit Einwendungen zu unterstützen:

Der BUND Brandenburg und die Grüne Liga Cottbus haben jeweils Mustereinwendungen bereitgestellt, die bis zum 30.11 per Post eingesandt werden können. Hier kann man auch online unterschreiben.

 

 

“Deutschland und Japan sind Brüder!”

19. Oktober 2011

Informativ und umfassend, aber auch persönlich und emotional: Der Vortrag von Kazuhiko Kobayashi, den er am Dienstag auf unsere Einladung hin hielt, war besonders ausdrucksstark. Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Vorbildfunktion der deutschen Atomkraftgegner für die aufkeimende Debatte in Japan. Doch Kobayashi hatte viel mehr zu berichten und holte weit aus: Wie auch in seinem bald erscheinenden Buch “Globalisierung und unser Leben” verortet er die Nutzung der Atomkraft als “eine der gefährlichsten Technologien, über die die Menschheit verfügt”, denn sie ist im Ernstfall nicht kontrollierbar – bei einem GAU kann deshalb niemand Verantwortung übernehmen. Und doch wurden überall auf der Welt Atomkraftwerke gebaut, war die Atomkraft doch ein Nebenprodukt der Atombombe und versprach günstige Energie. Lies den Rest des Artikels »

Keine Atomkraft, weltweit!

07. Oktober 2011

Deutschland als Vorbild für die japanische Anti-Atom-Bewegung – Vortrag und Diskussion.

In Deutschland hat die Anti-Atom-Bewegung eine jahrzehntelange Debatte für sich entscheiden können, in Japan steckt die Auseinandersetzung noch in den Kinderschuhen.

  • Welche Nachwirkungen hatte der GAU in Fukushima auf die atompolitischen Debatten in Japan?
  • Wie kann die deutsche Anti-Atom-Bewegung zum Vorbild für die japanischen Atomkritiker werden?
  • Wie können die Erfahrungen, die deutsche Aktivisten in unzähligen Demonstrationen, Diskussionen und Aktionen gesammelt haben, in Japan genutzt werden?

Diese Fragen wollen wir an Kazuhiko Kobayashi, einen japanischen Atomkritiker und Buchautoren, richten. Als selbstständiger Berater hat er beste Kontakte in Deutschland und Japan gesammelt. Herr Kobayashi wird seine Eindrücke und Erkenntnisse schildern:

Dienstag, 18. Oktober 2011, um 19 Uhr in der Berliner Landesgeschäftsstelle des BUND, Crellestraße 35, 10827 Berlin-Schöneberg

In einer anschließenden Diskussion ist Platz für Nachfragen und Ergänzungen aus dem Publikum. Moderiert wird die Veranstaltung von Antje von Broock, Leiterin des Referats „Internationale Umweltpolitik“ der Bundesgeschäftsstelle des BUND.

Der Arbeitskreis „Klima und Erneuerbare Energien“ des BUND Berlin lädt Sie/Euch herzlich zur Teilnahme ein! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch ist eine Rückmeldung wünschenswert, um die Anzahl der Teilnehmenden einschätzen zu können: per E-Mail an akklee (ätt) bund-berlin (punkt) de oder telefonisch unter: (030) 787 9000.

Flyer als PDF-Datei