Archiv für September 2008

CO₂-Emissionen weit höher als befürchtet

Sonntag, 28. September 2008

Ende September wurde eine Studie des Global Carbon Project veröffentlicht, die die schlimmsten Befürchtungen noch übertrifft. Im Jahr 2007 hat der Anteil von Kohlendioxid (CO₂) in der Atmosphäre außerordetlich stark zugenommen und beträgt jetzt 383 ppm (parts per million), soviel wie nie zuvor in den letzten 650 000, wahrscheinlich sogar 20 Millionen Jahren.

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Vor der Vattenfall-Zentrale: Kohle nur noch zum Grillen!

Donnerstag, 25. September 2008

Mehr als zwanzig Kraftwerksgegner haben heute vor der Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall Europe in der Chausseestraße in Berlin Mitte gegen ein neues Kohlekraftwerk im Bezirk Lichtenberg protestiert. Sie verteilten Tofuwürstchen und Flyer an Passanten und Vattenfall-Mitarbeiter. Direkt vor der Vattenfall-Zentrale hatten die Klimaschützer einen mobilen Grill aufgebaut. Sie forderten: „Kohle nur noch zum Grillen!“

Foto: Protest-Grillen vor der Vattenfall-Zentrale in Berlin

Ulf Sieberg, Klimareferent des BUND in Berlin, begrüßte die Aktion: „Die Initiative zeigt, dass Kohle nicht zu den Energieträgern gehört, die sich die Berliner Bürgerinnen und Bürger wünschen.“ Wenn überhaupt Bedarf an einem neuen Kraftwerk bestünde, dann müsse man über klimafreundlichere Alternativen nachdenken, so Sieberg weiter. Er nannte ein Gaskraftwerk als Übergangslösung und die Erneuerbaren Energien als mittelfristige Dauerlösung.

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Protest-Grillen bei Vattenfall: Berliner grillen mit „Kohle nur noch zum Grillen“

Mittwoch, 24. September 2008

Am Donnerstagnachmittag, 25. September, wollen Berliner Kraftwerksgegner vor der Vattenfall-Zentrale in der Chausseestraße in Berlin-Mitte vegetarisch „protestgrillen“. Die Aktivisten fordern: „Kohle nur noch zum Grillen!“

Die Aktion richtet sich gegen das geplante Kohlekraftwerk im Bezirk Lichtenberg und soll dazu beitragen, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. Direkt vor der Vattenfall-Zentrale werden die Klimaschützer einen mobilen Grill aufbauen und Tofuwürstchen und Flyer an die Passanten verteilen. Auch die Vattenfall-Mitarbeiter und Tuomo Hattaka, der Chef von Vattenfall Europe, sind zum Grillen und Würstchen Essen eingeladen.

Die Aktivisten gehören zum offenen Netzwerk kohle-nur-noch-zum-grillen.de, das aus der Protestbewegung gegen das geplante Kohlekraftwerk entstanden ist. Gestartet haben das Netzwerk einige Engagierte aus den Berliner Umweltverbänden, etwa dem BUND Berlin (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), sowie aus Initiativen gegen das Kohlekraftwerk.

Ulf Sieberg, Klimareferent des BUND in Berlin, begrüßt die Aktion: „Die Initiative zeigt, dass Kohle nicht zu den Energieträgern gehört, die sich die Berliner Bürgerinnen und Bürger wünschen.“ Wenn überhaupt Bedarf an einem neuen Kraftwerk bestünde, dann müsse man über klimafreundlichere Alternativen nachdenken, so Sieberg weiter. Er nannte ein Gaskraftwerk als Übergangslösung und die Erneuerbaren Energien als mittelfristige Dauerlösung.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, bei der Aktion mit dabei zu sein.

Ort: Zentrale der Vattenfall Europe AG, Chausseestraße 23, Berlin Mitte
Datum: Donnerstag, 25. September 2008
Zeit: Beginn 13:30 Uhr

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Protestgrillen vor Vattenfalls Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde

Montag, 15. September 2008

Am Samstag hatte unser „Kohle nur noch zum Grillen“-Block Demonstrations-Premiere!

Gemeinsam mit 1000 anderen Teilnehmern demonstrierten wir vor dem riesigen Braunkohlekraftwerk bei Jänschwalde in der Lausitz gegen den Bau weiterer Kohlekraftwerke in Deutschland. Die Klima-Allianz, ein Zusammenschluss aus 100 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Kirchen und Gewerkschaften, hatte unter dem Motto „Klima schützen – Kohle stoppen“ zur „größten Anti-Kohle-Demo in der Geschichte der Bundesrepublik“ aufgerufen. Zeitgleich zur Demonstration in Jänschwalde gab es in Hanau in Hessen einen Demozug.

Außer uns schwangen Mitglieder der Klima-Allianz ihre Fahnen und Banner, verteilten Flugblätter und Luftballons oder trugen ihre Verkleidungen zur Schau: Der BUND war gekommen, der NABU, die Grüne Liga und viele mehr. Auch Ortsgruppen der Parteien Die Grünen und Die Linke waren vertreten, sowie die Bürgerinitiative Umsiedler Schleife. Musik kam von der Band Mellow Mark, dem Gewinner des bundesweiten Klimasong-Wettbewerbes „Gutes Klima für gute Musik”.
Doch das Gefühl, Teil einer breiten Anti-Kohle-Bewegung zu sein, wollte nicht so richtig aufkommen. Dafür war der Parkplatz vor den hoch aufragenden, qualmenden Kühltürmen des Kraftwerks, auf dem die Kundgebung stattfand, einfach zu leer. 1000 Demonstranten sind zu wenig für ein Thema, das die ganze Welt betrifft.
Der Energiekonzern Vattenfall, Betreiber des Kraftwerks, schien dagegen, zumindest im Vorfeld, richtig beeindruckt von der Anti-Kohle-Demonstration gewesen zu sein. Die Imageberater und Öffentlichkeitsarbeiter des Wirtschaftsunternehmens hatten sich sichtlich Mühe gegeben, dieses „angemessen“ zu präsentieren. Vor den riesigen Kühltürmen hatten zwei Kräne ein überdimensionales Transparent in die Höhe gezogen, das direkt hinter der Bühne baumelte. Aufschrift: „Kohle fördern, CO2 stoppen, wir arbeiten dran“. Klare Sache, mit dem Märchen von CO2-freier Kohleverbrennung wollte man die Medienbilder der Demo dominieren. Der Sprecher der Klima-Allianz kommentierte diese plumpe, unsportliche Dreistigkeit mit den Worten: „Dieses Transparent, das größer als die Kundgebungsbühne ist, ist ein typisches Beispiel für gekaufte Öffentlichkeit.“ Wie wahr.
Die Beachtung, die die Anti-Kohle-Bewegung bei Vattenfall findet, spricht für diese. Sie zeigt, wie viel Macht man den größer werdenden Protesten zuspricht und wie viel Angst die klimaschädlichen Energieproduzenten vor der kritischen Öffentlichkeit haben.
Und als sei das aufdringliche Transparent nicht genug Aufmerksamkeit von Seiten der Kraftwerksbetreiber, hatte Vattenfall einen Würstchenstand am Rande des Versammlungsplatzes der Demo aufgebaut. Man beachte: Biowürstchen. Seltsam. Allerdings herrschte dort nicht besonders viel Betrieb.

Glücklicherweise waren wir von „Kohle nur noch zum Grillen“ nicht auf die Verköstigung bei Vattenfalls Würstchenstand angewiesen, denn wir hatten ja unseren eigenen Grill dabei. Wir versorgten mit unserem vegetarischen Grillgut Mitdemonstranten und die eigenen Reihen.
Insgesamt fand unser „Kohle nur zum Grillen“-Block regen Anklang. Mit unserem Tofuwürstchen-Grill (die leider für die Dauer des Zuges kalt bleiben mussten), dem eine Straßenbreite einnehmenden Banner mit der Aufschrift „Kohle nur noch zum Grillen“ und unseren frisch bedruckten T-Shirts waren wir beliebtes Fotomotiv unter Demoteilnehmern, Laien- und Berufsfotografen.
Und die taz fand unseren Spruch „Kohle nur noch zum Grillen“ gleich so gut, dass sie ihn in der Überschrift zum Artikel über die Demonstrationen der Klima-Allianz zitierte.
Bleibt nur noch ein Wunsch offen: Ein paar mehr Demoteilnehmer wären ganz schön gewesen. Hoffentlich beim nächsten Mal.

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Erfolgreiches Auftakttreffen

Samstag, 13. September 2008

Das erste Netzwerktreffen am 30. August war ein voller Erfolg. Circa 30 KlimaschützerInnen und KritikerInnen haben mitgegrillt. Um weiter in Kontakt zu bleiben nutzen wir das Internet-Netzwerk fairdo. Unter fairdo.de kannst Du Dich mit dem Einladungs-Code “grillkohle” registrieren und so mit den anderen in Kontakt treten, oder uns direkt per Email erreichen. Wir treffen uns jeden Donnerstag.

Gruppenfoto der ersten Grillaktion

Gruppenfoto der ersten Grillaktion