Todesanzeige: Klimaleiche in Moorburg

Wir trauern um den Verlust einer kohlefreien Zukunft für Hamburg.

Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir zur Kenntnis, dass am Abend des 30. September 2008 die nachhaltige Energieversorgung in Hamburg qualvoll dahin geschieden ist.
Sterbebegleiterin Anja Hajduk (GAL) genehmigte nach langem Kampf für das Leben den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks in Moorburg. Nach der Alleinregierung von Kohle von Beust (CDU) war die Krankheit des Hamburger Klimakonzepts (Klimaärzte nennen sie „Seuche Vattenfall“) schon zu weit fortgeschritten und konnte nicht mehr geheilt werden.
Tragisch. Dem fossilen Wahnsinn und Vattenfalls Jahresbilanz ist prächtiges Gedeihen und Fortleben gesichert, Vernunft und Zukunft scheiden dahin.

Was bleibt außer der Erinnerung an eine klimafreundliche Hansestadt? Einzig die Hoffnung, dass Katrin Lompscher (Die Linke) und Klaus Wowereit (SPD) sich in Berlin als schlechtere Sterbehelfer für nachhaltige Klimapolitik erweisen werden als ihre Kollegen in Hamburg. Die „Seuche Vattenfall“ darf sich nicht weiter in Berlin und dem Rest Deutschlands ausbreiten. Es dürfen keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden! Beteiligen Sie sich an Demonstrationen und Petitionen gegen lebensschädliche Energiegewinnung!

In unseren Herzen lebt der Glaube an die Vernunft der Menschheit (und der Politiker) weiter.

Den Zeitpunkt der Grablegung werden die Trauernden noch bekannt geben – zur Beerdigung gibt es natürlich Tofuwürstchen.

Kondolenzbekundungen nehmen die Hinterbliebenen – und lachenden Erben – Lars Göran Josefsson (Vattenfall-Chef und absurderweise der „Klimaberater“ der Bundeskanzlerin) in der Chausseestraße 23 in 10115 Berlin entgegen. Telefonisch auch unter 01801 267 267 (Kundenservice Vattenfall). Verleihen Sie ihrer Trauer deutlich und eindringlich Ausdruck.

In tiefer Betroffenheit
das „Kohle nur noch zum Grillen“-Team

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