Archiv für Dezember 2008

Knusper, knusper, knäuschen…

Montag, 15. Dezember 2008

… wer knabbert an meinem Kohlekraftwerkshäuschen?

Vattenfall lud in Kooperation mit dem Verein Märchenland Familien ein,  Pfefferkuchen- häuschen zu basteln. Die Schönsten sollten prämiert werden. Und unser Wettbewerbsbeitrag war auf jeden Fall preisverdächtig: ein großes Kohlekraftwerk, behängt mit Lebkuchen! Eigentlich  genau das, was Vattenfall auch praktiziert: den Blick auf seine Dreckschleudern von Kohlekraftwerken mit hübschen Sachen wie Image-Broschüren, Märchenlesungen und Bastelnachmittagen verhängen – eben ganz der freundliche Umweltverschmutzer von nebenan!

Zur Vernichtung der kleinen Kohlekraftwerke (aus Keksen hergestellt) hatten wir viele junge Helferinnen und Helfer, die uns auch ihre Wünsche an Vattenfall mitteilten, wie zum Beispiel Solarenergie, Wind- und Wasserkraft. Ihre Eltern ließen sich währenddessen gern mit uns auf Gespräche über erneuerbare Energien als Energieform der Zukunft ein.

(Foto: Andreas)

Der böse Riese Vattenfall

Freitag, 12. Dezember 2008

Ein Märchen aus unseren Tagen

von Ulf und Sabine

Es war einmal ein großer böser Riese namens Vattenfall. Der galt in Deutschland und Europa als der größte Klimaschädling überhaupt. Jährlich sorgte er allein in seinen vier deutschen Kohlekraftwerken dafür, dass Millionen Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid in die Luft gepustet wurden. Er ließ Dörfer abbaggern und die Landschaft großflächig zerstören. Doch als sei all das noch nicht genug, plante und betrieb er den Bau von weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerken. So auch in einem verwunschenen Ort namens Berlin. Dort wunderten sich die Menschen über die warmen Winter und die zunehmenden Überschwemmungen in armen Ländern, von denen sie über Fernsprecher und Fernseher erfahren hatten.

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Das Kaisers saubere Kohle

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Lea Streisand©

In einem Land lebte ein Volk, das brauchte ungeheuer viel Strom. Zum Heizen und zum Waschen, zum Kochen und zum Einfrieren, zur Fortbewegung und zur Entspannung, ja sogar um miteinander zu reden brauchte das Volk Strom. Im Grunde ging in diesem Land nichts ohne Strom. „Es gibt kein Leben ohne Strom“, sagten die Weisen des Volkes, „Ein Kind erblickt das Licht der Glühbirne und der Tod tritt ein, wenn man die Herz-Lungen-Maschine abschaltet.“

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Hänsel und Gretel im Tagebau

Mittwoch, 10. Dezember 2008

von Sabine

Neben einem Braunkohle-Tagebau wohnte ein armer Baggerfahrer mit seiner Frau und seinen zwei Kindern, Hänsel und Gretel. Sie hatten wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als die großen Konzerne die Preise für Strom abermals erhöht hatten, konnten sie das tägliche Brot nicht mehr kaufen. Wie der Vater sich nun abends im Bette Gedanken machte und sich vor Sorgen herumwälzte, seufzte er und sprach zu seiner Frau: »Was soll aus uns werden? Was sollen wir nur tun, wenn die böse Hexe weiter die Dörfer zerstören und die Kohle aus der Erde abbaggern lässt? Bald sind auch Hänsel und Gretel groß genug und müssen für sie schuften. Und ich weiß nicht, wie ich das täglich Brot sonst bezahlen soll.« »Weißt du was, Mann«, antwortete die Frau, »wir wollen morgen in aller Frühe die Kinder hinaus in den Tagebau führen und sie dort verstecken. Dann gehen wir an die Arbeit in der Kohlegrube und lassen sie allein. Sie finden den Weg nicht wieder nach Haus, und wir sind sie los.« »Nein, Frau«, sagte der Mann, »das tue ich nicht; wie sollt ich’s übers Herz bringen, meine Kinder im Tagebaugebiet allein zu lassen! «
»Oh, du Narr«, sagte sie, »dann müssen wir bald alle viere im Tagebau schuften, und wenn die Strompreise weiter steigen, hungern wir alle vier«, und ließ ihm keine Ruhe, bis er einwilligte. »Aber die armen Kinder tun mir doch leid«, sagte der Mann.

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Protestaktion in Baumwipfeln

Montag, 08. Dezember 2008
Protest vor Kohlekraftwerk Klingenberg

Protest vor Kohlekraftwerk Klingenberg

Protestaktion am 8. Dezember im Plänterwald: Nur die Spree liegt zwischen uns und dem von Vattenfall betriebenen Kohlekraftwerk, das gerade mit neuer Kohle versorgt wird.

Märchenstunde bei Vattenfall

Montag, 08. Dezember 2008

Wir können nicht nur grillen – wir schreiben und lesen auch Märchen!


Und zwar die Märchen, die der umweltschädliche Konzern Vattenfall über seinen ach so großen Einsatz für die Umwelt verbreitet (bald auch hier nachlesbar): Das Märchen davon, dass Kohle ein Energieträger der Zukunft sei, dass Atomkraft ungefährlich und CO2-frei sei und das Märchen davon, dass die Herstellung von Plastikmännchen dem Klima helfen könnte (vergleiche die Webseiten http://klimaunterschrift.vattenfall.de/ und http://www.klimaunterschrift-vattenfall.de/).

Herzlichen Dank an Lea Streisand für die Unterstützung!

(Fotos von R.P.)

 

Auszug aus einem Bericht der tageszeitung, 07.12.2008, Autor Felix Werdermann

” `Es war einmal ein großer Energiekonzern. Der galt in Deutschland und Europa als der größte Klimaschädling überhaupt.´ So klingen Märchen, wenn sie von Umweltschützern des BUND vorgetragen werden. Vor der Kundenzentrale des Stromanbieters Vattenfall in der Nürnberger Straße verteilen sie Flugblätter und diskutieren mit Passanten. Die Botschaft der jungen Leute: Wenn der Energiekonzern so tut, als schütze er das Klima, sei das ein Märchen.”

Der komplette Artikel kann gelesen werden unter:

http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/maerchenstunde-bei-vattenfall-2/

 

Kinospots zum Klimawandel (aus Chile)

Montag, 01. Dezember 2008

Kohle nur noch zum Grillen hat sich zum Ziel gesetzt Klimawandel und politischen Protest auf eine angenehme Weise zu verbinden und gleichzeitig dabei Spaß zu haben.
Ein etwas anderer Ansatz sind Kurzfilme oder gar Kinospots dazu zu verwenden. Hier eine Kostprobe der Univseridad International (Chile / Europa), die als interkulturelle Institution den Dialog zwischen Süd und Nord zur nachhaltigen Entwicklung anstößt.

UI Kinospot Motoquero