Der böse Riese Vattenfall

Ein Märchen aus unseren Tagen

von Ulf und Sabine

Es war einmal ein großer böser Riese namens Vattenfall. Der galt in Deutschland und Europa als der größte Klimaschädling überhaupt. Jährlich sorgte er allein in seinen vier deutschen Kohlekraftwerken dafür, dass Millionen Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid in die Luft gepustet wurden. Er ließ Dörfer abbaggern und die Landschaft großflächig zerstören. Doch als sei all das noch nicht genug, plante und betrieb er den Bau von weiteren klimaschädlichen Kohlekraftwerken. So auch in einem verwunschenen Ort namens Berlin. Dort wunderten sich die Menschen über die warmen Winter und die zunehmenden Überschwemmungen in armen Ländern, von denen sie über Fernsprecher und Fernseher erfahren hatten.


Eines Tages lud der böse Riese Vattenfall die Menschen aus Berlin wieder einmal ein, um ihnen seine Märchen zu erzählen und Unterschriften für das Klima zu sammeln. Denn, so behauptete der böse Riese, mit einer Unterschrift könne jeder den Klimawandel noch aufhalten.

Aber ein Kind rief laut: „Das stimmt doch alles gar nicht! Hier lässt du uns unterschreiben und stopfst uns mit Süßigkeiten voll, und dort pustest du klimaschädliche Treibhausgase in die Luft, betreibst gefährliche Kernkraftwerke und lässt Dörfer abbaggern, weil unter den Häusern der Menschen Kohle lagert. Da stimmt doch etwas nicht!“ Die Menschen schauten sich um und sahen, dass das Kind Recht hatte. Sie riefen laut: „Keine Kohle, kein Atom, wir wollen nur noch Ökostrom!“ Der Riese setzte sich zu ihnen und hörte ihnen gut zu. Er sah ein, dass er endlich aufhören musste, die Erde zu zerstören und versprach, nur noch erneuerbare Energien zu verwenden: Sonne, Wind und Wasser, keine Kohle mehr, keine Kernspaltung mehr. Und wenn sie nicht gestorben sind, so haben sie den Klimawandel aufhalten können und leben noch heute…

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2 Antworten zu “Der böse Riese Vattenfall”

  1. a.andreasen sagt:

    Tolles Märchen. Schade bloß, dass alles was getan wird um das Klima zu verbessern schlecht und kaputt geredet wird.

    Das in Deutschland nahe zu alle Resourcen zur Gewinnung erneuerbarer Energien ausgeschöpft sind, interessiert keinen. Dass die deutschen Atomkraftwerke die sichersten auf der ganzen Welt sind, interessiert keinen.

    Alle wollen Strom aus der Steckdose haben und meckern, wenn dies nicht der Fall ist. Na dann schwingt Euch auf Eure Räder, fahrt weniger Auto und benutzt einfach weniger Strom. Dann müssen die “Bösen Riesen” auch nicht länger Dörfer wegbaggern und neue Kraftwerke bauen.

    Oder Ihr erzeugt Euren Strom einfach selber. Wei wäre das denn? Baut Eure Fahrräder um, stattet sie mit einem großen Dynamo aus und los gehts.

    Lebt ruhig weiter in Eurer Traumwelt. Es gibt Realisten und Träumer. Ein Träumer sieht nur dass was er will ohne zu hinterfragen was dazu nötig ist. Ein Realist sieht es ein, dass z.B. ein neues Kraftwerk gebaut werden muss um das alte zu ersetzen, welches um Längen schädlicher ist als ein Neues.

  2. Florian Ökostrom sagt:

    Hallo A.

    es ist doch keine Glaubensfrage, ob die Versorgung aus erneuerbaren Energien möglich ist oder nicht. Glauben kann man in der Kirche, hier geht es um Technik. Die Ressourcen der EE sind (mit derzeit 16% der Stromproduktion) noch längst nicht ausgeschöpft, sondern sollen bis 2020 auf 30, 40 oder noch mehr Prozent steigen. Ob dieses Ziel erreicht wird hängt im wesentlichen von den Investitionen ab, nicht von der technischen Machbarkeit.

    Beispiel Windenergie: Alte Windräder werden durch moderne Anlagen ersetzt, auf dem Meer ist noch viel Platz und einige Bundesländer blockieren den Ausbau der Windenergie bisher völlig.

    Beispiel Wasserkraft: Die Zahl der Stauseen lässt sich wirklich kaum noch erhöhen. Aber für kleine Laufwasserkraftwerke ist noch reichlich Platz an Flüssen und Bächen.

    Beispiel Photovoltaik: Wenn einerseits der Strompreis aufgrund gestiegener Weltmarktpreise für Kohle und Gas weiter steigt, und andererseits Photovoltaik effizienter, günstiger und besser verfügbar wird, dauert es nicht mehr lange bis der Strom für den Endverbraucher günstiger ist als der aus der Steckdose. Dies wird zusätzliche Investitionen von Häuslebauern vorantreiben.

    Beispiel Geothermie: Erdwärme wird bisher überhaupt nicht in großem Maßstab genutzt, einfach weil es keine Bohrer und Techniker gibt. Die Ölindustrie zahlt halt besser. Hier ist noch großes Potenzial vergraben.

    Mit verbesserter Netztechnik und Stromspeichern (die ggf. noch entwickelt werden müssen) ist eine Versorgung aus 100% erneuerbaren Energien realistisch.

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