“Kohle nur noch zum Grillen” trifft Bundesumweltminister

2009_kirchentag-036_s2Das Kohle-nur-noch-zum-Grillen-Team war auf dem diesjährigen Kirchentag dabei. Wir nutzten erneut die Chance, Bundesumwelt-minister Sigmar Gabriel auf die Notwendigkeit eines strengeren Klimaschutzes hinzuweisen. Wie hier im Blog berichtet hatten wir schon vorher Versuche unternommen, dem Bundesumweltminister unser Shirt mit der Aufschrift “Kohle nur noch zum Grillen” zu schenken. Wir haben extra ein XXL-Shirt besorgt! Würde er es diesmal, auf dem Kirchentag, annehmen?

Die Forderung gegen neue Kohlekraftwerke – und für ein Kohle-Moratorium – findet Ausdruck in unserer bundesweiten Aktionsform “Kohle nur noch zum Grillen”. Das dazu passende T-Shirt wollten wir ihm hier auf dem Kirchentag überreichen – im dritten Anlauf.
Der geplante Bau von weiteren 28 neuen Kohlekraftwerken in Deutschland ist vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Klimakrise nicht zu verantworten! Die deutschen und europäischen Klimaziele wären nicht erreichbar. Der Ausbau der einzig nachhaltigen Energietechniken – der Erneuerbaren Energien, wie Windkraft, Solarenergie, Biogasnutzung, Wasserkraft etc. wären stark gefährdet.
Doch der Umweltminister lehnte es erneut ab, wie auch in den Versuchen zuvor. Ein vollkommenen Verzicht auf “effizientere Kohlekraftwerke” sei aufgrund von z.T. großindustrieller Energienachfrage nicht möglich. Zudem würde der Europäische Emissionshandel mit seinen CO2 Höchstgrenzen und dem damit resultierenden Handel und der Verteuerung von CO2 Zertifikaten die Kohleverstromung so oder so verteuern und unrentabel machen.
Auf die Nachfrage, ob er denn mit Sicherheit sagen könne, dass aus dem europäische Emissionshandelssystem nach dem Weltklimagipfel auch ein weltweites System mit strengen und anspruchsvollen Klimaschutzzielen resultiert, beantwortete der Minister mit einem konzentrierten Blick in die Tiefe des Raumes vom 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag.

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