13 von 100.000

Kohle nur noch zum Grillen in KopenhagenNach dem Lob hier im Blog melde ich (Florian) mich auch noch einmal selber zu Wort. Es war natürlich reines Glück, dass ich zuerst vom ZDF heute und dann noch vom NDR für die Tagesschau interviewt wurde. Trotzdem ein tolles Gefühl, seine Meinung nicht nur mit einem Banner ausdrücken zu können, sondern einem Millionenpublikum zumindest in einem Satz erklären zu dürfen, um was es geht.

In Kopenhagen waren am Samstag 100.000 Demonstranten. Alleine von “Kohle nur noch zum Grillen” waren 13 Aktive oder ehemalige Aktive dabei. Wir sind aus Berlin mit 65 Leuten im Reisebus des BUND gefahren und haben kurzfristig als Arbeitskreis Klima + Erneuerbare Energien des BUND Berlin die Reiseleitung übernommen. Außerdem im Bus waren Aktive aus der türkischen Umweltgruppe Yesil Cember, von Attac Berlin, der Grünen Jugend, von WikiWoods, sicher noch weiteren Gruppen und natürlich auch viele Privatpersonen, die an keine Organisation gebunden sind.

die türkische Umweltgruppe Yesil Cember

die türkische Umweltgruppe Yesil Cember

Auf der Hinfahrt hätten wir fast in Rostock die Fähre verpasst, wegen eines Unfalls auf der Autobahn. Glücklicherweise hatte das Schiff aber auch Verspätung, so dass wir in letzter Minute noch drauffahren konnten. Die Spannung hat gleich für ein gutes Gruppengefühl gesorgt.

Demonstrationen

Am Samstag gab es zwei Demonstrationen in Kopenhagen. Vormittags haben die Friends of the Earth, zu denen in Deutschland der BUND gehört, mit einer menschliche Welle aus 5.000 blau gekleideten Demonstranten die Straßen von Kopenhagen geflutet. Und Nachmittags gab es DIE große Demo, zu der mehrere 100 Organisationen aus aller Welt aufgerufen haben. 100.000 sind gekommen und es war zu 99% friedlich. Ich habe zum Glück weder von den Demonstranten noch von der Polizei aggressives Verhalten mitbekommen. Für mich sah es eher so aus, wie in diesem Video:

Der Schlachtruf der gesamten Demo, tausendfach gebrüllt, war: “What do you want? CLIMATE JUSTICE! When do you want it? NOW!” Ich habe mit Menschen aus Malta, Portugal, China, Japan, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden, natürlich auch Dänemark und wer weiß woher gesprochen, das war sehr inspirierend. Ich hatte meine Atomkraft? Nein Danke!-Fahne mit, um zu zeigen, dass man mit Atomkraft nicht das Klima schützen kann. Das kam gut an, ich wurde dutzende Male fotografiert. Und ich war nicht allein, es gab auch einen Verstrahlt nicht das Klima-Block auf der Demo.

Am Sonntag haben wir zu viert noch die Klimapiraten auf ihren Segelschiffen besucht, bevor es Mittags zurück nach Berlin ging. Die Stimmung war super, alle im Bus waren begeistert und ein Drittel der Leute wollen an unserer nächsten Grill-Aktion teilnehmen.

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2 Antworten zu “13 von 100.000”

  1. So unnütz wie Kopenhagen « Es stinkt auf dieser Welt sagt:

    […] in Kopenhagen. Denn wenn hunderte Unterhändler, tausende Reporter und – zu recht – hunderttausende Demonstranten zusammen kommen um ein Ergebnis zu erzielen, welches sie von zu Hause ganz ohne miteinander zu […]

  2. Kohle nur noch zum Grillen» Blogarchiv » Klimaverhandlungen in Bonn sagt:

    […] Kopenhagen ist vor Mexico – doch dazwischen laufen die internationalen Klimaverhandlungen weiter. Zum […]

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