Energieautonomie vs. CCS in Brandenburg

kohlekraftwerk_einbanhnstrasse_01Und während der Kinofilm “Energy Autonomy” wie eine Welle durch Deutschland läuft und viele weitestgehend positive Kritiken (wie z.B. bei Spiegel Online) erhält, wird in Brandenburg noch kräftig gebaggert und Braunkohle verbrannt. Damit das so weiter gehen kann und Vattenfall kräftig weiter verdient, muss Kohle irgendwie klimafreundlich werden – autonome Strom-Selbstversorgung ist der Albtraum eines jeden Stromgroßkonzerns.

Kohle & klimafreundlich?! Ganz einfach: Man trenne mit einem aufwändigen Verfahren CO2 aus den Abgasen heraus, leite es über eine 100 km lange Pipeline (im Fall Brandenburg) und verpresse dann in ca. 1000m Tiefe das CO2. Danach hofft man, dass das Endlager in den nächsten 1000 Jahren dicht hält.

Eine gute Einführung zu dem sogenannten CCS-Verfahren befindet sich z.B. bei Wikipedia und eine Stellungahme zu der Technogie z.B. beim Umweltrat (PDF), der die Bundesregierung berät. Die Stellungnahme deckt sich mit der  Position des BUND (als PDF).

Klingt seltsam – ist es aber nicht, denn mit viel Geld klappen selbst die Pläne von Vattenfall. Das Ganze funktioniert natürlich nur, weil die EU mit vielen Millionen Euro das Projekt unterstützt – achso und dann sind da ja noch die Anwohner, die auch nicht ganz einverstanden sind. Selbst die Bild-Zeitung berichtet von der heutigen Demo. Nächstes Wochenende findet sogar eine überregionale Pflanzaktion mit WikiWoods und BruchKulter e.V. geplant (ja: man kann CO2 auch einfach in Holz und Bäumen speichern, ja: jeder darf gerne mitmachen), bei der mehr als 10.000 Bäume gepflanzt werden sollen.

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