Mit dem BUND ist gut Kirschen essen!

Noch ein paar Jahre und Fabian (links) kann im Schatten seines neuen Obstbaumes liegen und frisch gepflückte Kirschen essen.

Vielleicht erinnert er sich dann an den letzten Sonntag, als er mit Florian (Mitte) und Jan (rechts) vom BUND den Kirschbaum in seinen Garten gepflanzt hat. Und vielleicht kann er sich dann auch über den Erfolg freuen, den Aktionen wie diese auslösen könnten – denn der Baum ist ein politisches Zeichen: Obstbäume statt CO2-Endlager!

Fabians KirschbaumDie Bundesregierung, die Regierung von Brandenburg und Stromkonzerne wie Vattenfall wollen CO2 (Kohlendioxid) in die Erde pressen, damit das Gas nicht mehr in die Atmosphäre entweicht und den Klimawandel beschleunigt. Was innovativ klingt, ist hoch problematisch: Die Gefahren der Technik sind nicht ausreichend erforscht. Sie soll damit auf riskante Weise die weitere Produktion von klimaschädlichen Gasen legitimieren. Weiterhin ist sie extrem teuer und wird frühestens in 15 Jahren zur Verfügung stehen. Und der Platz unter der Erde ist begrenzt. Bäume hingegen sind natürliche CO2-Speicher und dabei völlig risikofrei – und Fabians Baum hat bei guter Pflege bis dahin schon einige Sommernächte mit leckeren Kirschen versüßt.

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2 Antworten zu “Mit dem BUND ist gut Kirschen essen!”

  1. Martin sagt:

    Das ist doch reine Augenwischerei! Ein Baum bindet, wenns gut läuft in seinem Leben etwa 1,2t CO_2. Dies wird nach 50 Jahren, wenn er fein als Hackschnitzel wieder verbrannt wird wieder frei.
    Natürlich ist es richtig, gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke zu demonstrieren. Seit 2006 sind 10 neue Kraftwerke im Bau, mit etwa 10 GW Leistung und damit einer CO_2 Produktion von etwa 60Mio. t pro Jahr. Dies ist unter anderem durch den schnellen Atomausstieg zu begründen.
    Es ist mit Sicherheit möglich die ein oder andere Stadt mit Solar und Windenergie zu versorgen. Dann bleibt eben ab und zu der Fernseher und die abendliche Beleuchtung aus, wenn es keinen Strom gibt. Aber die Industrie, die konstant eine große Menge an bezahbarer Energie als Grundlast benötigt, lässt sich damit nicht versorgen. Es gibt sinnvollerweise das Kyoto-Protokoll, durch das die CO_2-Zertifikate eingeführt wurden, und Deutschland auch schon eine Menge CO_2 weniger emmitiert hat. Jedoch ist die Produktion von CO_2 durch Abwandern energieintensiver Industrien in Schwellenländern (die noch nicht reglementiert sind) um das zigfache gestiegen.
    Ich denke wenn man schon aus der Atomkraft aussteigen will, kommt man nicht um CCS-Technologie, so teuer sie auch ist, herum. Und ein übertrieben schneller Ausstieg aus der Atomkraft ist es auch Wert nochmal überdacht zu werden.
    Sonnige Grüße
    Martin

  2. Florian sagt:

    Um den ganzen Dreck aus einem Kohlekraftwerk zu kompensieren, müsste man natürlich einen ganzen Wald pflanzen. CCS ist überhaupt nicht einsatzbereit und teurer als z.B. Windenergie oder effiziente Gaskraftwerke mit Wärmenutzung.

    Mit sechs Schritten lässt sich die Energiewende bewerkstelligen (http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/atomkraft/jetzt_abschalten/bund_massnahmenkatalog/):

    1. Atomkraftwerke “wegsparen”
    2. Erneuerbare Energien schneller ausbauen
    3. Erneuerbare Energien vernetzen und integrieren
    4. Den Bau effizienter Gas-Kraftwerke fördern
    5. Impulsprogramm für Mikro-KWK
    6. Effiziente Gebäudeheizungen – Wärmedämmung

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