Energietisch: Die echte Energiewende für Berlin

Energieversorgung muss ökologisch, demokratisch und sozial sein und gehört damit in die öffentliche Hand. “Kohle nur noch zum Grillen” unterstützt den Berliner Energietisch und beteiligt sich am Volksbegehren für die Rekommunalisierung der Energieversorgung.

Die Energiewende ist in aller Munde – doch Berlin bewegt sich nur im Kriechgang auf eine erneuerbare Energieversorgung zu. Das soll sich ändern, dachten sich viele Aktive in der Hauptstadt – und auch wir von “Kohle nur noch zum Grillen”. Entstanden ist ein breites Bündnis aus vielen lokalen Initiativen und Organisationen, die sich zum “Berliner Energietisch” zusammengeschlossen haben.

Um die Energiewende endlich voranzutreiben, fordern wir zusammen mit dem Bündnis den Rückkauf der Berliner Energienetze und die Gründung eines Stadtwerks. Nur so kann Schluss sein mit der Abhängigkeit der Berliner Energieversorgung von Vattenfalls Produktion und stattdessen eine ökologische, demokratisch gestaltete und sozial gerechte Energieversorgung überhaupt gelingen.

Am kommenden Montag, 6. März, startet ein Volksbegehren, mit dem auch der Berliner Politik diese Ziele vor Augen geführt werden sollen, denn die neue rot-schwarze Koalition zeigt beharrliche Ignoranz, wenn sie auf die Chancen einer Rekommunalisierung und eine zukunftsfähige Energieversorgung angesprochen wird. Die Zeit drängt jedoch: Schon Ende 2013 bzw. 2014 müssen die Konzessionen für die wichtigen Gas- und Stromnetze neu geregelt werden. Viele Gründe sprechen dafür, die Energieversorgung endlich öffentlich zu steuern:

  • Der Staat ist zur Daseinsvorsorge verpflichtet. Energie ist ein Gemeingut, das nicht privaten Interessen geopfert werden darf.
  • Nur erneuerbare Energien können die Stadt auch in Zukunft mit Energie versorgen und den Klimawandel bremsen. Private Investoren haben aber an langfristigen Zielen kein Interesse. Bei ihnen zählen nur kurzfristige Profite.
  • Die Gewinne, die durch Netz und Produktion sowie Jobs in der Branche der erneuerbaren Energien erwirtschaftet werden, kommen der öffentlichen Hand zugute und landen nicht in privaten Tresoren.
  • Nur eine öffentliche Versorgung kann eine demokratische Mitgestaltung garantieren und sich damit den öffentlichen Interessen flexibel anpassen – private Energieversorgung bleibt hingegen demokratisches Niemandsland.
  • Ein privater Energieversorger hat kein Interesse an geringem Stromverbrauch, weil das dem Gewinnstreben entgegen steht. Ein öffentlicher Energieversorger kann aber auch soziale Aspekte in den Blick nehmen und Beratungen zur verbesserten Energieeffizienz anbieten.

Viele gute Gründe sprechen für dieses sinnvolle Projekt. Deswegen freuen wir uns über jede Stimme, um das Volksbegehren erfolgreich abzuschließen, in dem wir 20.000 gültige Stimmen bis Ende Juni sammeln. Am Samstagabend, 3. März, sind wir in Kreuzberg unterwegs und sammeln erste Unterschriften. Aber auch jede und jeder von euch kann aktiv werden und sich Sammellisten organisieren: Sie stehen auf der Seite des Energietischs bereit.

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