Ein Tag als Klimaschützer

Ich gebe auf,

Ich bin Klimaschützer,

aber ich gebe auf,

ich liebe es,

aber ich gebe es auf,

 

Ich war 12 Jahre alt, als ich entschied, dass ich Klimaschützerin werden möchte

Ich habe ganz einfach und banal, einen 3-D Film im Freizeitpark gesehen,

der zeigte, dass Eisbären und Orang Utans starben, kein friedliches Miteinander,

so muss unsere Welt nicht sein, ich will sorgen dass wir besser werden

 

Ich studierte das passende, ich motivierte mich entsprechend,

ich lebe vegetarisch, denn keiner ist perfekt,

aber ich flieg nicht in den Urlaub, Brandenburg ist auch schön,

ich bin politisch, ich bin engagiert, ich war überzeugt

 

Aber ich gebe auf,

schaue zum Fenster raus,

ich gebe auf,

der Klimawandel ist schon da

 

Ich bin jung, aber ich entscheide nicht, wie unsere Zukunft aussieht

Ich liebe mein Engagement, aber ich hasse es,

Nichts wird uns Menschen so ändern als der Klimawandel,

nichts so fordern, nichts so in die Knie zwingen

 

Aber nichts ändert sich,

alles bleibt,

Nichts wird sich ändern,

weil wir uns nicht ändern wollen

 

Wenn meine Kinder mich fragen werden,

warum wir nicht mehr gemacht haben

Und das werden sie fragen,

dann kann ich nur sagen,

die Menschheit war zu bequem.

Eine Antwort zu “Ein Tag als Klimaschützer”

  1. R.S. sagt:

    Nicht nur zu bequem, sondern auch gierig, mißgünstig und ängstlich. Aber die Diagnose stimmt: „Ich bin jung, aber ich entscheide nicht, wie unsere Zukunft aussieht“.

    Würde dich gerne aufbauen, aber ich resigniere leider auch. Fühl dich fest gedrückt…

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