Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Gorleben soll leben! Widerstand gegen Castor-Transporte und ein ungeeignetes Endlager

Montag, 07. November 2011

Einladung zu Vortrag und Diskussionsrunde

Die  Reaktorkatastrophe  von  Fukushima  hat  dazu  geführt,  dass  die  schwarz-gelbe  Bundesregierung  die Verlängerung  der  AKW-Laufzeiten  zurückgenommen hat.  Acht  Reaktoren  werden  stillgelegt  –  ein  großer Erfolg für die vielen tausend Menschen, die im Frühjahr immer wieder auf die Straße gegangen sind.

Vom  Endlagerstandort  Gorleben  ist  die  Bundesregierung allerdings immer noch nicht abgerückt. Obwohl spätestens   seit   den   Berichten   des   Bundestags-Untersuchungsausschusses zu Gorleben auch den Kabinettsmitgliedern  klar  sein  muss,  dass  der  Salzstock Gorleben als Endlagerstandort völlig ungeeignet ist.

Mit Jürgen Fahrenkrug (.ausgestrahlt) und Thorben Becker (BUND) werden wir über die Endlagerproblematik, den Widerstand gegen die Castor-Transporte, aber auch über neue Herausforderungen für die Anti-AKW Bewegung diskutieren.

Montag, 14.November 2011 um 19:30h im
Haus der Demokratie und Menschenrechte | Robert-Havemann-Saal
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Jürgen Fahrenkrug – Hält für .ausgestrahlt den Kontakt zu den verschiedensten Anti-AKW Initiativen im Bundesgebiet

Thorben Becker – Energiereferent und Leiter des Klimaschutzteams vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

 

Die Veranstaltung wird von uns zusammen mit der von der BUNDjugend Berlin organisiert und findet im Rahmen der Infotour von .ausgestrahlt statt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch ist eine Rückmeldung wünschenswert, um die Anzahl der Teilnehmenden einschätzen zu können: per E-Mail an: akklee@bund-berlin.de oder telefonisch unter: (030) 787 9000.

Energiewende für Polen – ohne Atomkraft!

Sonntag, 30. Oktober 2011

Energia Atomowa? Nie DziekujeIn Deutschland, der Schweiz, Italien, Österreich und vielen weiteren Ländern hat die Atomkatastrophe von Fukushima zu einem Umdenken geführt: hier wurden die Laufzeiten für Atomkraftwerke wieder begrenzt und die acht ältesten AKW abgeschaltet. In der Schweiz wurden die Pläne für neue AKW aufgegeben und ein langfristiger Atomausstieg beschlossen. In Italien wurden die Atompläne von Berlusconi mit einem Volksentscheid hinweggefegt. Und Österreich will den Import von Atomstrom sogar ganz verbieten.

Hintergrund: Atomträume seit den 1980ern

Doch nicht überall wurde die Warnung von Fukushima verstanden. In unserem Nachbarland Polen gibt es schon seit den 1980er Jahren Pläne für Atomkraftwerke. In Żarnowiec bei Danzig/Gdansk an der Ostsee wurde 1983 mit dem Bau zweier Reaktorgebäude begonnen. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 wuchs der Widerstand in der Bevölkerung und der AKW-Bau wurde 1990 nach einem Volksentscheid endgültig eingestellt – übrig geblieben ist eine teure Bauruine. Ein weiteres AKW mit bis zu vier Blöcken war am Standort Warta Klempicz geplant, in der Nähe von Poznań, keine 200 Kilometer von Berlin entfernt. Der Bau wurde nie begonnen aber die Pläne existierten weiter – bis heute!

Nach jahrelanger Vorbereitung hat die polnische Regierung im November 2009 ein offizielles Programm für die Energiepolitik bis zum Jahr 2030 beschlossen, dass den Bau mehrerer Atomkraftwerke vorsieht. Zunächst wurden verschiedene Standorte an der Oder, also an der deutschen Grenze, bevorzugt, z.B. Gryfino bei Stettin/Szczecin. Dagegen hat sich in Brandenburg die Bürgerinitiative AFLUM (Atomkraftfrei leben in der Uckermark) gegründet. Und auch die Anti-Atom-Demos in Berlin, mit bis zu 100.000 Teilnehmern, haben Eindruck in Polen gemacht, so dass die ersten AKW jetzt etwas mehr Abstand zu Deutschland haben sollen. Auch in Polen ist eine Mehrheit der Bevölkerung grundsätzlich skeptisch gegenüber Atomkraft. Eine große und gut vernetzte Anti-Atom-Bewegung wie in Deutschland gibt es bisher allerdings noch nicht. Kritik gibt es vor allem an den möglichen Standorten. Neben Żarnowiec und Warta Klempicz sind dies Kopań an der Ostsee (bei Köslin/Koszalin) und Nowe Miasto (50km nördlich von Warschau).

Bauruine des AKW Żarnowiec

Bauruine des AKW Żarnowiec, Foto: CC by Michał Kotas

Grenzüberschreitende Umweltprüfung -
Jetzt Einwendungen schreiben!

Klar ist: Polen braucht eine Energiewende. Bisher wird der Strom fast ausschließlich in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Kraftwerke sind alt und ineffizient, Braunkohletagebaue hinterlassen Mondlandschaften. Offiziell will die polnische Regierung mit dem Energieprogramm bis 2030 die Stromerzeugung diversifizieren. Doch erneuerbare Energien spielen darin nur eine Nebenrolle. Über sie werden die klassischen Vorurteile vorgebracht: sie seien zu teuer, unzuverlässig und schädlich für die Natur.

Anfang Oktober wurde ein sogenanntes Grenzüberschreitendes Strategisches Umweltprüfungsverfahren (SUP-Verfahren) begonnen, an dem sich auch die deutsche Öffentlichkeit beteiligen kann. Das Verfahren läuft bis zum 4. Januar 2012. Stellungnahmen können auch in Deutsch gemacht werden, müssen aber an die Behörden in Polen geschickt werden.

Die offiziellen Unterlagen und Adressen stehen auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums.

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des BUND Bundesverband: Atomkraft in Polen? Nein Danke!

Keine neuen Tagebaue! Nein zu Welzow-Süd II!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Der Energiekonzern Vattenfall will seine klimaschädliche Braunkohleverstromung noch lange weiter betreiben und dafür unter anderem den Tagebau Welzow-Süd II neu aufschließen. 810 Menschen müssten alleine für diesen Tagebau umgesiedelt werden und das Lebensumfeld tausender weiterer würde dauerhaft zerstört. Braunkohleverstromung ist weder ökologisch noch sozial zu verantworten. Da der Klimawandel alle Menschen betrifft, rufen wir dazu auf, den Protest auch aus Berlin und anderswo mit Einwendungen zu unterstützen:

Der BUND Brandenburg und die Grüne Liga Cottbus haben jeweils Mustereinwendungen bereitgestellt, die bis zum 30.11 per Post eingesandt werden können. Hier kann man auch online unterschreiben.

 

 

“Deutschland und Japan sind Brüder!”

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Informativ und umfassend, aber auch persönlich und emotional: Der Vortrag von Kazuhiko Kobayashi, den er am Dienstag auf unsere Einladung hin hielt, war besonders ausdrucksstark. Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Vorbildfunktion der deutschen Atomkraftgegner für die aufkeimende Debatte in Japan. Doch Kobayashi hatte viel mehr zu berichten und holte weit aus: Wie auch in seinem bald erscheinenden Buch “Globalisierung und unser Leben” verortet er die Nutzung der Atomkraft als “eine der gefährlichsten Technologien, über die die Menschheit verfügt”, denn sie ist im Ernstfall nicht kontrollierbar – bei einem GAU kann deshalb niemand Verantwortung übernehmen. Und doch wurden überall auf der Welt Atomkraftwerke gebaut, war die Atomkraft doch ein Nebenprodukt der Atombombe und versprach günstige Energie. (weiterlesen…)

Keine Atomkraft, weltweit!

Freitag, 07. Oktober 2011

Deutschland als Vorbild für die japanische Anti-Atom-Bewegung – Vortrag und Diskussion.

In Deutschland hat die Anti-Atom-Bewegung eine jahrzehntelange Debatte für sich entscheiden können, in Japan steckt die Auseinandersetzung noch in den Kinderschuhen.

  • Welche Nachwirkungen hatte der GAU in Fukushima auf die atompolitischen Debatten in Japan?
  • Wie kann die deutsche Anti-Atom-Bewegung zum Vorbild für die japanischen Atomkritiker werden?
  • Wie können die Erfahrungen, die deutsche Aktivisten in unzähligen Demonstrationen, Diskussionen und Aktionen gesammelt haben, in Japan genutzt werden?

Diese Fragen wollen wir an Kazuhiko Kobayashi, einen japanischen Atomkritiker und Buchautoren, richten. Als selbstständiger Berater hat er beste Kontakte in Deutschland und Japan gesammelt. Herr Kobayashi wird seine Eindrücke und Erkenntnisse schildern:

Dienstag, 18. Oktober 2011, um 19 Uhr in der Berliner Landesgeschäftsstelle des BUND, Crellestraße 35, 10827 Berlin-Schöneberg

In einer anschließenden Diskussion ist Platz für Nachfragen und Ergänzungen aus dem Publikum. Moderiert wird die Veranstaltung von Antje von Broock, Leiterin des Referats „Internationale Umweltpolitik“ der Bundesgeschäftsstelle des BUND.

Der Arbeitskreis „Klima und Erneuerbare Energien“ des BUND Berlin lädt Sie/Euch herzlich zur Teilnahme ein! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch ist eine Rückmeldung wünschenswert, um die Anzahl der Teilnehmenden einschätzen zu können: per E-Mail an akklee (ätt) bund-berlin (punkt) de oder telefonisch unter: (030) 787 9000.

Flyer als PDF-Datei

Die TAZ zu Besuch bei „Kohle nur noch zum Grillen“

Montag, 03. Oktober 2011

Jüngst hat die Umweltorganisation Greenpeace ihren 40. Geburtstag gefeiert. Vor diesem Hintergrund haben sich die TAZ Reporter Jan Pedd und Jan Wehn gefragt, wie einfach oder wie schwer es eigentlich ist in eine NGO Gruppe einzusteigen. Die beiden Reporter waren deshalb als „Neulinge“ bei Greenpeace, NABU, Caritas, Amnesty und natürlich auch bei „Kohle nur noch zum Grillen“. Lest hier also den grossen TAZ „NGO-Test“ :-)

Bum-Bum, lautlos – gegen neue Kohlekraftwerke!

Samstag, 24. September 2011

Am weltweiten Klimaaktionstag “Moving Planet” von und mit 350.org wurde heute rund um den Erdball zu verstärktem Klimaschutz aufgerufen. Auch in Berlin fanden einige Aktionen statt, u.a. die Silent Climate Parade. Das Motto der dritten Auflage der Electro- und Technoparade lautete “There is no Planet B”. Der Protest richtete sich gegen den Bau von neuen Kohlekraftwerken. Circa 1500 Teilnehmer feierten bei fantastischem Sonnenschein und elekrisierender mit erneuerbarem Strom betriebener Electro-Musik. Alle Teilnehmer bekammen den Sound über Kopfhörer auf die Ohren.

Bum-Bum und Zpp, Zpp waren somit für die Aussenstehenden und die vielen Touristen auf dem Kufürstendamm nur indirekt erlebbar. Eine skurile Szenerie, ähnlich dem Klimawandel, der auch eher leise, aber mit umso stärkeren indirekten Symptomen wahrnehmbar wird.

Two Thums UP für die Organisatoren. Party – real hot – auf leisen Sohlen!

Silent Climate Parade 2011 from Laurent Hoffmann on Vimeo.

CCS-Protest Video

Freitag, 23. September 2011

Live ist live. Und CCS in Deutschland ist um eine Episode reicher und unter Umständen bald Geschichte. Hier das Video zum heutigen Protest vor dem Bundesrat.

Spasiba, Olga!

CCS-Gesetz abgeschmettert!

Freitag, 23. September 2011

Yippi!!! Vorerst keine CO2-Endlager in Deutschland.
Heute hat der Bundesrat das umstrittene CCS-Gesetz abgelehnt.
Wir haben die Ministerpräsidenten noch einmal deutlich auf ihre Verantwortung vor der Abstimmung hingewiesen, auch mit unserem neuen CO2-Servival-Kit “Schnorchel Pro”. Der BUND-Bundesverband hat ca. 13.000 Unterschriften übergeben.

Jetzt braucht die Bundesrepublik ein Gesetz, was CO2-Endlager für Deutschland ausschließt, um die EU-Richtlinie zur Regelung von CCS umzusetzen. Unser Nachbar Österreich hat es bereits vorgemacht.

Für Vattenfall wird es Zeit sich entgültig von dieser Risiko-Technologie zu verabschieden und dem Willen der Bevölkerung nachzukommen und den Weg frei zu machen für eine konsequente Energiewende.

Wir werden den großen (Teil-)Erfolg, u.a. auch unseres Engagements, heute feiern.
Heute Abend wird darauf angestoßen!!!

Zeit: ab ca. 18 Uhr

Treff: Mauerpark in Berlin-Prenzlauer Berg

Der Grill wird von uns gestellt. Bringt Grillgut und Champus… !!!

Making of…”Safer Meeting”

Mittwoch, 21. September 2011

An dieser Stelle möchten wir ein ganz großes Dankeschön aussprechen. Ein Dankeschön an alle die es möglich gemacht haben, dass der erste Spot der Kodisuga-zischukaschubehö sich überhaupt ab sofort in den Youtube-Untiefen tummeln darf.

An erster Stelle ist da unsere Kamarafrau, Tontechnikerin und Schnittmeisterin Edda zu nennen. Ohne sie hätte der Clip nicht in der kurzen Zeit oder überhaupt produziert werden können.

Auch unser langbewährter “Chefdesigner” und Grafiker Lothar hat sich wieder einmal nicht lumpen lassen und dem ganzen den nötigen optischen Schliff gegeben.

Außerdem möchten wir uns ganz herzlich bei den Darstellern und Schauspielern der BUND-Jugend, Umweltgruppe-Cottbus und Greenpeace-Berlin bedanken. Es hat uns Riesenspass bereitet. Die nächste Folge kommt bestimmt, stay tuned…