Ein Jahr nach dem Volksentscheid – Wie steht es um die Berliner Energieversorgung?

31. Oktober 2014

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Ein Jahr nachdem wir mit vielen anderen Aktiven Unterschriften gesammelt haben, läde der Berliner Energietisch zum ersten Jahrestages vom Volksentscheid* „Neue Energie für Berlin“ am 1. und 2. November zu einem Gesprächs-, Workshop- und Feier-Wochenende ein.

Zusammen mit Dir wollen wir Revue passieren lassen, was der Volksentscheid erreicht hat und darüber diskutieren, wie es weiter gehen kann.

Was ist in den letzten Monaten aus der Forderung nach zukunftsfähiger, ökologischer, sozialer und demokratischer Energieversorgung in Berlin geworden?
Welche von unseren Zielen wurden umgesetzt?
Wie können wir noch mehr erreichen?

Ein spannendes Wochenende mit energiepolitischen Rück-, Durch-, und Ausblicken wartet auf Dich!

Samstag, 1. November 2014 – OBENAUF, Revaler Straße 99, 10245 Berlin (Ecke Dirschauerstr.)

20:00 Uhr: Rückblick – Was haben wir erreicht?
Danach wird gefeiert und getanzt!

 

Sonntag, 2. November 2014 – Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin (Nähe Ostbahnhof)

11:00-13:00 Uhr: Expert*innengespräche „Wie steht es um die Netzrekommunalisierung und das Berliner Stadtwerk?“
Wolfgang Neldner (Geschäftsführer Berlin Energie) und Dr. Stefan Taschner (Sprecher des Energietisches)
Andreas Irmer (Geschäftsführer Berliner Stadtwerke) und Dr. Michael Efler (Sprecher des Energietisches)
Sibylle Zenker (GVS Energieschuldenberatung) und Selana Tzschiesche (FelS – Für eine linke Strömung/ IL)

13:00-14:00 Uhr: Pause
14:00-16:30 Uhr: Workshops fürs kreative Mitgestalten „Wie können wir unsere Ziele noch umsetzen“
17:00-18:00 Uhr: Abschluss

Komm doch vorbei, lerne andere energieinteressierte Berliner*innen kennen, lausche den Expert*innen, frag nach, tausch Dich aus und feier mit!

Warum Energiewende? Vortrag und Diskussion am 11. Juni 2014

26. Mai 2014

Wieso machen wir eigentlich die Energiewende? Für den Klimaschutz? Wegen sauberer Luft? Um nicht von Putin und Konsorten abhängig zu sein? Um endlich den großen Stromkonzernen das Wasser abzugraben? Oder aus allen diesen Gründen zusammen?

Foto: Vero Villa (verino77) auf flickr.com unter cc-by-sa-2.0

Foto: Vero Villa (verino77) auf flickr.com unter cc-by-sa-2.0

50 Akteuren der Energiewende wurden diese Fragen gestellt, alle kommen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Verbände und Unternehmen, Wissenschaft und Medien. Während die Zustimmung zur weiteren Umsetzung der Energiewende sehr hoch ist, zeigt sich, dass ganz unterschiedliche Ziele mit der Energiewende verbunden werden, die sich teilweise widersprechen. Das Ergebnis überrascht, weil es den Aussagen der meisten Ökonomen, die die Umsetzung der Energiewende kritisieren, widerspricht.

Fabian Joas vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change stellt uns die Ergebnisse seiner Studie vor und zeigt, wie die kontroverse Debatte um die politischen Instrumente (EEG, Quote, Emissionshandel) deutlich eleganter und fundierter geführt werden kann. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Fragen und Diskussion.

Der Arbeitskreis „Klima und Erneuerbare Energien“ des BUND Berlin lädt ein zum Vortrags- und Diskussionsabend:

Mittwoch, 11. Juni 2014, 19.00 Uhr in der Omegabar (Wipperstraße 18, 12055 Berlin-Neukölln). Eintritt frei.

Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch!

Kinoabend am 9. April: “Das Ding am Deich”

27. März 2014

DingamdeichAnfang der 1970er Jahre versetzten die Pläne zum Bau eines Atomkraftwerks die Bewohner der kleinen Elbgemeinde Brokdorf in Aufruhr. Es folgten große Proteste, die den Ort spalteten und die Republik 13 Jahre lang in Atem hielten.

1986, kurz nach dem Super-GAU von Tschernobyl, ging das AKW ans Netz. Es wurde ruhig in der Marsch, und nur noch wenige Dorfbewohner hielten an ihrem Widerspruch fest.

Mit Neugier auf diese Menschen und ihren Alltag mit einem AKW vor der Haustür macht sich der Film auf in den abgelegenen Landstrich. Ein Jahr lang umkreist er das „Ding“ und taucht mit den Erinnerungen der widerständigen Anwohner und altem Filmmaterial ein in eine bewegende Vergangenheit.

Doch dann wird die Geschichte von der Gegenwart auf eine Weise eingeholt, die niemand erwartet hätte: Zuerst beschließt die Bundesregierung längere Laufzeiten für alle AKW, und nur wenig später bebt in Japan die Erde…

Wir laden ein zu unserem Filmabend:

Das Ding am Deich. Vom Widerstand gegen ein Atomkraftwerk.
Ein Dokumentarfilm von Antje Hubert, Deutschland 2012

Mittwoch, 9. April 2014, 18 Uhr
Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, Berlin-Kreuzberg
Eintritt: 3,00 Euro

Drei Jahre nach Fukushima: Eine Katastrophe ohne Lehren? Vortrag und Diskussion

17. Februar 2014

Drei Jahre nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima sind ihre Folgen höchst widersprüchlich: Noch immer werden neue Lecks, hohe Strahlungspegel und erschreckende Mängel in der Atomruine bekannt. Doch Politik und Atomindustrie haben den GAU wohl vergessen – gleich drei vor dem Unglück geplante Reaktoren sollen nun fertig gebaut werden. Japans Politik drängt offenbar zurück in die Kernkraft, obwohl sich die Forderungen nach dem Ausbau Erneuerbarer Energien mehren.

daiichiWir haben den japanischen Journalisten Masao Fukumoto zu Gast, der seit vielen Jahren zu Atompolitik und Erneuerbaren Energien arbeitet. Nach der Katastrophe in Fukushima hat er engen Kontakt zu den Bürger-Messstellen in Japan aufgebaut und zu den Auswirkungen des Unglücks publiziert. Herr Fukumoto wird uns die ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen drei Jahre nach der Katastrophe darstellen, die aktuelle Debatte in Japan nachzeichnen und Perspektiven für die energiepolitische Zukunft des Landes aufzeigen.

Der Arbeitskreis „Klima und Erneuerbare Energien“ des BUND Berlin lädt ein zum Vortrags- und Diskussionsabend (in deutscher Sprache):

Montag, 10. März 2014, 20.00 Uhr, BUND Berlin
(Crellestr. 35, 10827 Berlin-Schöneberg). Eintritt frei.

Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch!

Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltungsseite…

“Wir haben es satt!”: Großdemo am Samstag, 18. Januar, 11 Uhr

17. Januar 2014

Wir haben es satt!Zum vierten Mal werden morgen tausende Menschen in Berlin für gutes Essen und gute Landwirtschaft für alle demonstrieren. Noch immer sind viele agrarpolitischen Konflikte ungelöst – und es kommen immer neue Probleme hinzu:
In Deutschland wird eine Stärkung der agrarindustriellen Massenproduktion deutlich: 40 Millionen neue Mastplätze für Hühner und 2,5 Millionen Mastplätze für Schweine sind geplant. Antibiotika-Resistenzen aus der Tiermast bedrohen immer mehr auch unsere Gesundheit. Weiter geht’s auf EU-Ebene: Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA könnte Gentechnik Tür und Tor öffnen. Auch weltweit sind die Probleme offensichtlich: Drei multinationale Unternehmen kontrollieren über 50% des Saatguthandels, mehr als 840 Millionen Menschen hungern weltweit.

Die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt sind dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Schluss mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie!

Für uns von “Kohle nur noch zum Grillen” kommen noch weitere Beweggründe hinzu: Der massive Fleischkonsum unserer Gesellschaft treibt uns immer weiter in die Klimakatastrophe – wir setzen uns für einen bewussteren Verzehr ein! Auch die Förderung von unkonventionellem Erdgas durch Fracking ist nicht nur eine Gefahr für das Grundwasser, ohne das viele landwirtschaftliche Betriebe ihre Arbeit nicht leisten können, sondern auch die Manifestation einer klimaschädlichen, weil fossilen Energieerzeugung. Die Energiewende muss ohne diese riskante und schädliche Technologie auskommen!

Es gibt viele gute Gründe, morgen dabei zu sein und mit uns zu demonstrieren. Kommt alle ab 11 Uhr zum Potsdamer Platz und lasst uns im Regierungsviertel für eine neue, gerechte und verantwortliche Agrarpolitik demonstrieren!

Weitere Informationen findet ihr hier.

Grillen für die Energiewende ! ! !

26. Dezember 2013

Natürlich waren wir auch auf der Energiewende-Demo am 30.11., und wir haben mal wieder gegrillt. Trotz des nicht so guten Wetters hatten wir wie immer viel Spaß dabei, und unsere Message haben wir auch unters Volk gebracht. Bleibt nur zu hoffen, dass unsere schlimmsten Befürchtungen – was die Energiepolitik der neuen Bundesregierung betrifft – nicht wahr werden. Leider sieht es nicht gut aus…

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Energiewende-Demo 30.11.

05. November 2013

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Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom! Demo & Umzingelung am 30. November in Berlin, Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden – dafür demonstrieren wir am 30. November in Berlin. Mit Tausenden Menschen umzingeln wir lautstark das Kanzleramt.

Protestieren Sie mit!
13.00 Uhr Auftaktkundgebung Washingtonplatz am Hauptbahnhof
14.00 Uhr Demo & Umzingelung des Kanzleramts
15.30 Uhr Abschlusskundgebung Washingtonplatz

28. Oktober 2013

Volksentscheid Berliner Energietisch

Vortrag und Diskussion: Wie große Energiekonzerne die Politik beeinflussen

02. Oktober 2013

Wenn Wirtschaftslobbyisten zu ihrer Tätigkeit gefragt werden, heißt es oft: „Wir informieren doch nur“ – der politische Prozess sei angeblich transparent. Die Auswertung interner Unterlagen aus Ministerien macht jedoch meist deutlich, was oftmals geahnt, aber leider selten belegt werden kann: beste Kontakte von Lobbyisten zur Ministerialbürokratie und in den Bundestag, massive Druckausübung hinter den Kulissen, interessengesteuerte Gutachten sowie die faktische Ausschaltung der eigentlich zuständigen parlamentarischen Gremien.

Wir haben Matthias Corbach zu Gast. Er wird am Beispiel der Einführung des Emissionshandels in Deutschland die Funktionsweise von energiepolitischem Lobbyismus erläutern. Er hat vor allem interne Protokolle der Bundesregierung ausgewertet und den Zeitraum zwischen dem Beginn der Debatte über die entsprechende EU-Richtlinie im Jahr 2000 und dem Ende der Verhandlungen über den sogenannten „Nationalen Allokationsplan I“ im Jahr 2004 analysiert. Sein Vortrag steht unter der Leitfrage: Wie konnten energiepolitische Akteure ihre Interessen in diesen politischen Prozess einspeisen?

Der Arbeitskreis „Klima und Erneuerbare Energien“ des BUND Berlin lädt ein zum Vortrags- und Diskussionsabend:

Montag, 21. Oktober 2013, um 19.30 Uhr im „Laika“, Emser Straße 131, 12051 Berlin-Neukölln. Eintritt frei.

Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch!

Lars Zimmermann unterstützt die Energiewende in Bürgerhand

21. September 2013

Am 1. September haben wir mit der Berliner Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast, vegetarisch gegrillt, im Anschluss hat sie die Energiewende-Charta der Kampagne “Die Wende – Energie in Bürgerhand” unterzeichnet. Auch Lars Zimmermann, Direktkandidat der CDU Pankow, ist unserem Aufruf gefolgt und unterstützt das Projekt mit seinen drei zentralen Forderungen: 100% Erneuerbare Energien sicher und schnellstmöglich erreichen, Vorfahrt für dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand, Gewinne und Kosten gerecht verteilen.

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