Artikel mit ‘Atomkraft’ getagged

Filmpremiere: Radioactivists – Anti-Atom-Protest in Japan seit Fukushima

Sonntag, 11. Dezember 2011

Am Sonntag (11.12.) wird zum erste Mal in Berlin der Film Radioactivists gezeigt! Die Premierenvorstellung ist um 18 Uhr im Kino Moviemento in Kreuzberg, in Anwesenheit der beiden Regisseurinnen und wird von uns präsentiert.

Als am 11. März 2011 erst das Erdbeben, dann der Tsunami und schließlich die Reaktorunfälle in Fukushima Japan erschütterten, waren die deutschen Regisseurinnen Julia Leser und Clarissa Seidel vor Ort. Sie verfolgten die aufkommende Protestbewegung und die Demonstrationen ab der ersten Stunde, um einen Gegenpol zu der stereotypen Berichterstattung der Medien zu schaffen. Es kommen japanische Intellektuelle, Soziologen, Wissenschaftler und Anti-Atom-Aktivisten zu Wort, die kritisch Stellung zu den Ereignissen in Japan und zu den Folgen des TEPCO-Unglücks beziehen und die Protestbewegung als eine historische Chance betrachten.

Hier der vielversprechende Trailer. Die Vorführung ist in Japanisch mit deutschem Untertitel.

Artikel im Neues Deutschland: Dinge können sich ändern

Energiewende für Polen – ohne Atomkraft!

Sonntag, 30. Oktober 2011

Energia Atomowa? Nie DziekujeIn Deutschland, der Schweiz, Italien, Österreich und vielen weiteren Ländern hat die Atomkatastrophe von Fukushima zu einem Umdenken geführt: hier wurden die Laufzeiten für Atomkraftwerke wieder begrenzt und die acht ältesten AKW abgeschaltet. In der Schweiz wurden die Pläne für neue AKW aufgegeben und ein langfristiger Atomausstieg beschlossen. In Italien wurden die Atompläne von Berlusconi mit einem Volksentscheid hinweggefegt. Und Österreich will den Import von Atomstrom sogar ganz verbieten.

Hintergrund: Atomträume seit den 1980ern

Doch nicht überall wurde die Warnung von Fukushima verstanden. In unserem Nachbarland Polen gibt es schon seit den 1980er Jahren Pläne für Atomkraftwerke. In Żarnowiec bei Danzig/Gdansk an der Ostsee wurde 1983 mit dem Bau zweier Reaktorgebäude begonnen. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 wuchs der Widerstand in der Bevölkerung und der AKW-Bau wurde 1990 nach einem Volksentscheid endgültig eingestellt – übrig geblieben ist eine teure Bauruine. Ein weiteres AKW mit bis zu vier Blöcken war am Standort Warta Klempicz geplant, in der Nähe von Poznań, keine 200 Kilometer von Berlin entfernt. Der Bau wurde nie begonnen aber die Pläne existierten weiter – bis heute!

Nach jahrelanger Vorbereitung hat die polnische Regierung im November 2009 ein offizielles Programm für die Energiepolitik bis zum Jahr 2030 beschlossen, dass den Bau mehrerer Atomkraftwerke vorsieht. Zunächst wurden verschiedene Standorte an der Oder, also an der deutschen Grenze, bevorzugt, z.B. Gryfino bei Stettin/Szczecin. Dagegen hat sich in Brandenburg die Bürgerinitiative AFLUM (Atomkraftfrei leben in der Uckermark) gegründet. Und auch die Anti-Atom-Demos in Berlin, mit bis zu 100.000 Teilnehmern, haben Eindruck in Polen gemacht, so dass die ersten AKW jetzt etwas mehr Abstand zu Deutschland haben sollen. Auch in Polen ist eine Mehrheit der Bevölkerung grundsätzlich skeptisch gegenüber Atomkraft. Eine große und gut vernetzte Anti-Atom-Bewegung wie in Deutschland gibt es bisher allerdings noch nicht. Kritik gibt es vor allem an den möglichen Standorten. Neben Żarnowiec und Warta Klempicz sind dies Kopań an der Ostsee (bei Köslin/Koszalin) und Nowe Miasto (50km nördlich von Warschau).

Bauruine des AKW Żarnowiec

Bauruine des AKW Żarnowiec, Foto: CC by Michał Kotas

Grenzüberschreitende Umweltprüfung -
Jetzt Einwendungen schreiben!

Klar ist: Polen braucht eine Energiewende. Bisher wird der Strom fast ausschließlich in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Kraftwerke sind alt und ineffizient, Braunkohletagebaue hinterlassen Mondlandschaften. Offiziell will die polnische Regierung mit dem Energieprogramm bis 2030 die Stromerzeugung diversifizieren. Doch erneuerbare Energien spielen darin nur eine Nebenrolle. Über sie werden die klassischen Vorurteile vorgebracht: sie seien zu teuer, unzuverlässig und schädlich für die Natur.

Anfang Oktober wurde ein sogenanntes Grenzüberschreitendes Strategisches Umweltprüfungsverfahren (SUP-Verfahren) begonnen, an dem sich auch die deutsche Öffentlichkeit beteiligen kann. Das Verfahren läuft bis zum 4. Januar 2012. Stellungnahmen können auch in Deutsch gemacht werden, müssen aber an die Behörden in Polen geschickt werden.

Die offiziellen Unterlagen und Adressen stehen auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums.

Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des BUND Bundesverband: Atomkraft in Polen? Nein Danke!

“Deutschland und Japan sind Brüder!”

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Informativ und umfassend, aber auch persönlich und emotional: Der Vortrag von Kazuhiko Kobayashi, den er am Dienstag auf unsere Einladung hin hielt, war besonders ausdrucksstark. Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Vorbildfunktion der deutschen Atomkraftgegner für die aufkeimende Debatte in Japan. Doch Kobayashi hatte viel mehr zu berichten und holte weit aus: Wie auch in seinem bald erscheinenden Buch “Globalisierung und unser Leben” verortet er die Nutzung der Atomkraft als “eine der gefährlichsten Technologien, über die die Menschheit verfügt”, denn sie ist im Ernstfall nicht kontrollierbar – bei einem GAU kann deshalb niemand Verantwortung übernehmen. Und doch wurden überall auf der Welt Atomkraftwerke gebaut, war die Atomkraft doch ein Nebenprodukt der Atombombe und versprach günstige Energie. (weiterlesen…)

Keine Atomkraft, weltweit!

Freitag, 07. Oktober 2011

Deutschland als Vorbild für die japanische Anti-Atom-Bewegung – Vortrag und Diskussion.

In Deutschland hat die Anti-Atom-Bewegung eine jahrzehntelange Debatte für sich entscheiden können, in Japan steckt die Auseinandersetzung noch in den Kinderschuhen.

  • Welche Nachwirkungen hatte der GAU in Fukushima auf die atompolitischen Debatten in Japan?
  • Wie kann die deutsche Anti-Atom-Bewegung zum Vorbild für die japanischen Atomkritiker werden?
  • Wie können die Erfahrungen, die deutsche Aktivisten in unzähligen Demonstrationen, Diskussionen und Aktionen gesammelt haben, in Japan genutzt werden?

Diese Fragen wollen wir an Kazuhiko Kobayashi, einen japanischen Atomkritiker und Buchautoren, richten. Als selbstständiger Berater hat er beste Kontakte in Deutschland und Japan gesammelt. Herr Kobayashi wird seine Eindrücke und Erkenntnisse schildern:

Dienstag, 18. Oktober 2011, um 19 Uhr in der Berliner Landesgeschäftsstelle des BUND, Crellestraße 35, 10827 Berlin-Schöneberg

In einer anschließenden Diskussion ist Platz für Nachfragen und Ergänzungen aus dem Publikum. Moderiert wird die Veranstaltung von Antje von Broock, Leiterin des Referats „Internationale Umweltpolitik“ der Bundesgeschäftsstelle des BUND.

Der Arbeitskreis „Klima und Erneuerbare Energien“ des BUND Berlin lädt Sie/Euch herzlich zur Teilnahme ein! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch ist eine Rückmeldung wünschenswert, um die Anzahl der Teilnehmenden einschätzen zu können: per E-Mail an akklee (ätt) bund-berlin (punkt) de oder telefonisch unter: (030) 787 9000.

Flyer als PDF-Datei

Anti-Atom-Bewegung: stark, lebendig und kreativ

Sonntag, 19. September 2010

Das Regierungsviertel in Berlin – hier arbeitet Frau Merkel, hier tritt das Parlament zusammen und haben die Angehörigen des Deutschen Bundestags ihre Büros. Doch Samstag sah man neben den grauen Betonbauten vor allem eines: die rote Anti-Atom-Sonne und viele, viele Zehntausende Menschen, die nicht nur wie geplant das Kanzleramt umzingelten, sondern das Regierungsviertel bis hinüber zum Hauptbahnhof regelrecht fluteten.

Und wir mittendrin, mit unserem wunderbaren Orientierungspunkt: der riesigen Sonnenblume, die aus einem Reiserucksack herauswächst und DAS Foto- und Filmmotiv überhaupt bot.  Passend zu unserer Aktion “Nur noch Sonnenblumen-kernenergie” verteilten wir auch wieder die einzig gute Kernenergie, nämlich jene aus Sonnenblumen-kernen. Dies zauberte so manchen anderen Demoteilnehmer-Innen ein Lächeln ins Gesicht.

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Deutsch-Polnisches Anti-Atom-Camp an Pfingsten

Dienstag, 18. Mai 2010

Anti-Atom-CampDie polnische Regierung plant, in den nächsten Jahren mehrere Atomkraftwerke zu bauen. Ein möglicher Standort dafür ist Gryfino an der Oder. Mit einem Anti-Atom-Camp in Mescherin (gegenüber von Gryfino) wollen sich deutsche und polnische Atomkraftgegner über die geplanten Vorhaben informieren und Kontakte knüpfen. Das Camp beginnt am Freitag (21.5.) und geht bis Pfingstsonntag (23.5.). Abreise ist am Montag. Mescherin ist von Berlin gut mit der Bahn (Bhf Tantow) und Fahrrad (ca. 7 km) zu erreichen. Für gutes Essen sorgt der bekannte Aktivist Wam Kat (“24 Rezepte zur kulinarischen Weltverbesserung”). Unser Anti-Atom-Experte Florian leitet einen Workshop über Argumente gegen Atomkraft.

Am Samstag ist allgemeiner Besuchertag und um 14 Uhr eine Kundgebung. Wer nur kurz vorbeischauen will, sollte dann kommen. Weitere Infos: www.aflum.de und www.anti-atom-camp.org

Save the date: KettenReAktion am 24. April

Montag, 08. März 2010

dreh2Am 24. April plant ein großes Bündnis von NGOs, Gewerkschaften und Kirchen eine Menschenkette über 120 Kilometer zwischen den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel, quer durch Norddeutschland.

Weitere Infos gibts schon jetzt unter campact.de. Am Wochenende wurde in Berlin ein Film zur Mobilisierung gedreht – auch unter Beteiligung von Kohle-nur-noch-zum-Grillen-AktivistInnen! (weiterlesen…)

Atomkraft in der Türkei?

Freitag, 26. Februar 2010

Podiumsdiskussion: Atomkraft in der TürkeiIn Deutschland gibt es noch 17 Atomkraftwerke, die weniger als ein Viertel des Strombedarfs liefern. Wie lange diese AKW noch laufen sollen, darüber wird heftig gestritten. Dabei ist Deutschland eine Ausnahme, denn nur 30 von fast 200 Staaten weltweit nutzen Atomenergie. Aber in vielen Ländern wird über einen Einstieg in die Atomindustrie diskutiert, so auch in der Türkei. (weiterlesen…)

Tödlicher Nachbar: das AKW von nebenan

Dienstag, 08. Dezember 2009

Die Aktiven von campact lassen in deinem Namen in der Nähe eines Atomkraftwerks einen Ballon aufsteigen.



www.campact.de

Zusammen sollen die Ballons zeigen, wohin im Fall eines GAUs (Größter Anzunehmender Unfall) die radioaktiv strahlenden Teilchen fliegen könnten – wir erinnern uns an die Wolke aus Tschernobyl

Leider zeigen Pannen in deutschen, schwedischen, amerikanischen Atomkraftwerken immer wieder, dass die Gefahr menschlichen Versagens und damit auch des Austritts von Radioaktivität nicht gebannt ist, niemals ausgeschlossen werden kann.

Abschalten, und zwar sofort!

Größtes Anti-Atom-Banner

Freitag, 30. Oktober 2009

100E0287_s…und unser Banner ist auch mit dabei. “Nur noch Sonnenblumen-kernenergie” reiht sich ein in eine kaum zu überblickende Vielfalt an kreativen und witzigen Bannern – gemalt vor Ort in Berlin und überall in der Republik. .ausgestrahlt hatte aufgerufen, das weltweit längste Anti-Atom-Banner zusammenzunähen. Damit wurden die Protestveranstaltungen rund um die Koalitionsverhandlungen begleitet.
Fleißige Hände nähten den ganzen Tag bei schönstem Herbstwetter Banner an Banner zwischen Bundestag und Kanzleramt. Die Kanzlerin hatte also besten Blick auf den stetig anschwellenden Atom-Protest. Kann man das übersehen…?
…und wenn sie nicht hören will, wird ihr Kanzleramt halt eingewickelt!

Weitere Fotos: (weiterlesen…)