Artikel mit ‘Brandenburg’ getagged

Demonstration gegen CCS in Beeskow – gemeinsame Anfahrt aus Berlin

Samstag, 14. August 2010

Am Samstag, den 4. September, rufen Bürgerinitiativen aus Beeskow zu einer Kundgebung gegen Vattenfalls Pläne für ein CO2-Endlager in der Region auf. Wir unterstützen die Proteste und werden uns an der Demonstration beteiligen. Wir werden gemeinsam aus Berlin mit der Bahn nach Beeskow fahren.

Treffpunkt: 14:45 Friedrichstraße Gleis 1 oder 15:00 Uhr Ostbahnhof Gleis 2. Der Zug (RE 38171) hält außerdem in Staaken, Spandau, Zoo, Hauptbahnhof und Alex.

Berlin Friedrichstraße ab 15:05, Gleis 1
Berlin Ostbahnhof ab 15:13 Uhr Gleis 2,
Königs Wusterhausen an 15:36 Uhr  Gleis 3
Königs Wusterhausen  ab 15:42 Uhr Gleis 3, OE 80433
Ankunft Beeskow 16:48 Uhr

Rückfahrt voraussichtlich:

Beeskow ab 20:58 Uhr Gleis 1a, OE 80438
Königs Wusterhausen an 22:15    Gleis 3
Königs Wusterhausen ab 22:21    Gleis 1, RE 38180
Berlin Ostbahnhof an 22:45     Gleis 6
Berlin Friedrichstraße an 22:54    Gleis 3

Hintergrund: Vattenfall will seine Kohlekraftwerke und Braunkohletagebaue grün anstreichen – deswegen plant der Konzern, das CO2 im Boden zu verpressen. Es ist nach wie vor völlig unklar, ob diese Technologie überhaupt funktioniert und welche Gefahren mit ihr verbunden sind. Viele Menschen aus den betroffenen Regionen wehren sich.

Erneuerbare Energien in Berlin-Brandenburg

Dienstag, 18. Mai 2010

Screenshot EnergyMap.info BrandenburgBrandenburg produziert bereits 39 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Nur Sachsen-Anhalt hat mit 44 Prozent einen noch größeren Anteil. Dagegen steht Berlin mit einem Anteil von 1 Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz der 16 Bundesländer. Die Daten stammen von EnergyMap.info, einem neuen Angebot der Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. Der Anteil der Ökostrom-Produktion ist dort für alle Gemeinden aufgeschlüsselt. In Brandenburg liegen die Prignitz im Nordwesten und die Uckermark im Nordosten ganz vorn. Dort wird schon heute mehr Ökostrom produziert, als gesamter Strom verbraucht wird. Ökostrom wird zum Exportgut, von dem diese Regionen profitieren.

CO2-Deponie oder Erdwärme-Kraftwerke?

Ist damit die Grenze für Brandenburg erreicht? Im Gegenteil. In ganz Brandenburg gibt es z.B. noch kein einziges Geothermie-Kraftwerk. In der Erdwärme steckt ein großes Potential für die zukünftige Energieversorgung. Bedingung dafür ist allerdings, dass die geeigneten Erdschichten nicht vorher zum Endlager für Kohlendioxid aus der Kohleverbrennung werden. Denn wenn das klimaschädliche Gas im Boden lagert (und dort bleiben soll), lassen sich keine Bohrungen mehr durchführen. Die Gemeinde Beeskow, in der Vattenfall und die brandenburgische Landesregierung ein solches Endlager durchsetzen wollen, geht jetzt in die Offensive. Sie haben einen Antrag gestellt, Geothermie-Erkundungen durchzuführen. Die Stadt Beeskow spricht sich gegen die CO2-Endlagerung aus.

Gegen die CO2-Endlagerung sprechen sich nicht nur “die üblichen Verdächtigen” wie Die Grünen aus, sondern auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz. Außerdem haben sich Bürgerinitiativen in den betroffenen Gemeinden Beeskow und Neutrebbin gegründet:

BI für Klimaschutz – Antikohlekraftbewegung
BI CO2-Endlager stoppen
aus Beeskow
BI CO2ntra Endlager aus Wriezen/Neutrebbin
und natürlich der BUND Brandenburg (nicht nur dort)

(EnergyMap gefunden auf blog.100-prozent-erneuerbar.de)

5.000 CO2-Speicher gepflanzt

Donnerstag, 01. April 2010

Klimaschutz anpacken! 27. März 2010, CCS-ProtestFür den Schutz des Klimas hat Vattenfall einen komplexen Plan. Zwar bauen sie neue Kohlekraftwerke und wollen noch mehr Braunkohle abbauen, aber die Klimagase sollen in einigen Jahren oder Jahrzehnten nicht mehr in die Luft, sondern in unterirdische Salzstöcke gepumpt werden. Die Technik zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) heißt CCS (engl. Carbon Capture and Storage), ist teuer, ungewiss, unsicher und soll in Brandenburg weltweit erstmals erprobt werden. (weiterlesen…)

Energieautonomie vs. CCS in Brandenburg

Freitag, 19. März 2010

kohlekraftwerk_einbanhnstrasse_01Und während der Kinofilm “Energy Autonomy” wie eine Welle durch Deutschland läuft und viele weitestgehend positive Kritiken (wie z.B. bei Spiegel Online) erhält, wird in Brandenburg noch kräftig gebaggert und Braunkohle verbrannt. Damit das so weiter gehen kann und Vattenfall kräftig weiter verdient, muss Kohle irgendwie klimafreundlich werden – autonome Strom-Selbstversorgung ist der Albtraum eines jeden Stromgroßkonzerns.

Kohle & klimafreundlich?! Ganz einfach: Man trenne mit einem aufwändigen Verfahren CO2 aus den Abgasen heraus, leite es über eine 100 km lange Pipeline (im Fall Brandenburg) und verpresse dann in ca. 1000m Tiefe das CO2. Danach hofft man, dass das Endlager in den nächsten 1000 Jahren dicht hält.

(weiterlesen…)