Artikel mit ‘Kohlekraftwerk’ getagged

Sigmar Gabriel bekommt in Mannheim ein Kohle nur noch zum Grillen T-Shirt geschenkt…

Donnerstag, 05. März 2009

Glückwunsch an unsere Mitstreiter in Mannheim!!!

Klimaschützer von der BUNDjugend Heidelberg und der GrünenJugend Mannheim haben Sigmar Gabriel während seines Besuchs beim kohlebefeuerten Großkraftwerk Mannheim (GKM) öffentlichkeitswirksam ein Kohle nur noch zum Grillen T-Shirt überreicht, ihn in ein längeres Gespräch verwickelt und es damit zum Aufhänger eines längeren Artikels im Mannheimer Morgen gebracht.

Die Klimaaktivisten versuchten, Gabriel zu überreden, das großzügige Geschenk anzunehmen… Doch umsonst! Am Ende lehnte er ab!

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Todesanzeige: Klimaleiche in Moorburg

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Wir trauern um den Verlust einer kohlefreien Zukunft für Hamburg.

Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir zur Kenntnis, dass am Abend des 30. September 2008 die nachhaltige Energieversorgung in Hamburg qualvoll dahin geschieden ist.
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Vor der Vattenfall-Zentrale: Kohle nur noch zum Grillen!

Donnerstag, 25. September 2008

Mehr als zwanzig Kraftwerksgegner haben heute vor der Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall Europe in der Chausseestraße in Berlin Mitte gegen ein neues Kohlekraftwerk im Bezirk Lichtenberg protestiert. Sie verteilten Tofuwürstchen und Flyer an Passanten und Vattenfall-Mitarbeiter. Direkt vor der Vattenfall-Zentrale hatten die Klimaschützer einen mobilen Grill aufgebaut. Sie forderten: „Kohle nur noch zum Grillen!“

Foto: Protest-Grillen vor der Vattenfall-Zentrale in Berlin

Ulf Sieberg, Klimareferent des BUND in Berlin, begrüßte die Aktion: „Die Initiative zeigt, dass Kohle nicht zu den Energieträgern gehört, die sich die Berliner Bürgerinnen und Bürger wünschen.“ Wenn überhaupt Bedarf an einem neuen Kraftwerk bestünde, dann müsse man über klimafreundlichere Alternativen nachdenken, so Sieberg weiter. Er nannte ein Gaskraftwerk als Übergangslösung und die Erneuerbaren Energien als mittelfristige Dauerlösung.

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Protest-Grillen bei Vattenfall: Berliner grillen mit „Kohle nur noch zum Grillen“

Mittwoch, 24. September 2008

Am Donnerstagnachmittag, 25. September, wollen Berliner Kraftwerksgegner vor der Vattenfall-Zentrale in der Chausseestraße in Berlin-Mitte vegetarisch „protestgrillen“. Die Aktivisten fordern: „Kohle nur noch zum Grillen!“

Die Aktion richtet sich gegen das geplante Kohlekraftwerk im Bezirk Lichtenberg und soll dazu beitragen, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. Direkt vor der Vattenfall-Zentrale werden die Klimaschützer einen mobilen Grill aufbauen und Tofuwürstchen und Flyer an die Passanten verteilen. Auch die Vattenfall-Mitarbeiter und Tuomo Hattaka, der Chef von Vattenfall Europe, sind zum Grillen und Würstchen Essen eingeladen.

Die Aktivisten gehören zum offenen Netzwerk kohle-nur-noch-zum-grillen.de, das aus der Protestbewegung gegen das geplante Kohlekraftwerk entstanden ist. Gestartet haben das Netzwerk einige Engagierte aus den Berliner Umweltverbänden, etwa dem BUND Berlin (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), sowie aus Initiativen gegen das Kohlekraftwerk.

Ulf Sieberg, Klimareferent des BUND in Berlin, begrüßt die Aktion: „Die Initiative zeigt, dass Kohle nicht zu den Energieträgern gehört, die sich die Berliner Bürgerinnen und Bürger wünschen.“ Wenn überhaupt Bedarf an einem neuen Kraftwerk bestünde, dann müsse man über klimafreundlichere Alternativen nachdenken, so Sieberg weiter. Er nannte ein Gaskraftwerk als Übergangslösung und die Erneuerbaren Energien als mittelfristige Dauerlösung.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, bei der Aktion mit dabei zu sein.

Ort: Zentrale der Vattenfall Europe AG, Chausseestraße 23, Berlin Mitte
Datum: Donnerstag, 25. September 2008
Zeit: Beginn 13:30 Uhr

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Hintergrundinfos: Neues Kohlekraftwerk in Lichtenberg

Mittwoch, 20. August 2008

Der Energiekonzern Vattenfall plant in Berlin ein neues Steinkohle-Kraftwerk, das jährlich über 4 Millionen Tonnen CO2 freisetzen wird.

Vattenfalls Pläne
Nach Informationen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft und nach Verlautbarungen von Vattenfall soll in Berlin ein neues Kraftwerk mit 800 Megawatt elektrischer Leistung entstehen. Als Energieträger ist aus wirtschaftlichen Gründen klimaschädliche Steinkohle vorgesehen, wobei Vattenfall auch Gas nicht gänzlich ausschließt. Im Jahr 2012 soll das neue Kraftwerk voraussichtlich in Betrieb gehen. Möglicherweise wird es das ältere Kraftwerk Klingenberg ersetzen. Dieses erbringt 680 Megawatt Wärmeleistung und 188 Megawatt Strom. Hingegen soll der geplante Neubau 800 Megawatt Strom liefern, also etwa die vierfache Menge. Ungeklärt ist, ob so viel Strom überhaupt in Berlin benötigt wird.
Weiterhin sollen 650 Megawatt Wärme erzeugt werden. Wärme lässt sich in den Sommermonaten nur schwer verkaufen. Und selbst bei voller Auslastung der Wärmeabgabe in den Wintermonaten kann höchstens ein Gesamtwirkungsgrad von 80% erreicht werden. Das ist deutlich schlechter als der Gesamtwirkungsgrad eines modernen Gaskraftwerks, wie etwa des Heizkraftwerks Berlin-Mitte, welches über 90% erreicht.

Klima-Killer Kohle
Die Verbrennung von Kohle ist die klimaschädlichste Art, Energie zu erzeugen. Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem messbaren Anstieg des klimaschädlichen Gases CO2 in der Atmosphäre geführt. Die Folge: Die weltweite Durchschnittstemperatur steigt. Die Auswirkungen des weltweiten Temperaturanstiegs sind auch in Deutschland spürbar – zum Beispiel beim Schmelzen der Gletscher in den Alpen oder durch die Zunahme besonders heißer Sommertage.
Wenn das bestehende Kraftwerk in Lichtenberg stillgelegt wird, verbleibt eine Mehrbelastung der Atmosphäre von etwa 2,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Das neue Kraftwerk wäre für etwa 20% des Berliner CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Landesenergieprogramm
Berlin will seine klimaschädlichen Kohlendioxid- Emissionen bis 2010 um insgesamt 25% im Vergleich zu 1990 reduzieren, der Anteil Erneuerbarer Energien soll verdoppelt werden. Diese Ziele sind festgelegt im Landesenergieprogramm Berlin 2006 – 2010.
1990 wurden jährlich 30 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt. Bis 2003 konnte diese Menge auf etwa 25 Millionen Tonnen reduziert werden. Nach Angaben von Vattenfall würde das Kohlekraftwerk jährlich über 4 Millionen Tonnen CO2 freisetzen. Mit diesem CO2-Ausstoß ist das Erreichen der Klimaschutzziele Berlins in Gefahr!

Vattenfall verkohlt den Klimaschutz
Mit dem Bau weiterer Kohlekraftwerke in ganz Deutschland wird Vattenfall den Ausstoß von Treibhausgasen kräftig erhöhen. Geplant ist neben dem Kohlekraftwerk in Berlin der Ausbau des Braunkohlekraftwerks Boxberg (plus 5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr) sowie der Neubau des Steinkohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg (plus 8,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr). Neben diesen Kraftwerken befindet sich in Brandenburg eine 30-Megawatt-Pilotanlage im Bau, mit der ein Verfahren zur Abscheidung von CO2 getestet wird. Das Verfahren nennt sich Carbon Capture and Storage (CCS).
Vattenfall propagiert die CO2-Abscheidung und –Speicherung und wirbt mit der Vision von CO2 -freien Kraftwerken. Doch die Abscheidung von Kohlendioxid ist keine „CO2 -freie“ Technik. Aus dem Kraftwerk entweichen nämlich nach wie vor erhebliche Mengen an Kohlendioxid. CCS ist der falsche Weg! Bei Vattenfall ist CCS nur ein Lösungsansatz aus der PR-Abteilung, da Vattenfall noch nicht einmal über eine Speicheroption für den Abfall der kleinen Pilotanlage in Brandenburg (Standort Schwarze Pumpe) verfügt. Oft wird der Eindruck erweckt, die CCS-Technologie stünde schon bald zur Verfügung. Tatsächlich aber wird sie frühestens im Jahr 2020 einsetzbar sein. Und auch dann ist der Transport und die Lagerung des abgetrennten CO2 völlig ungeklärt. Außerdem muss für dieses Verfahren eine erhebliche Menge Energie aufgewendet werden.
Vattenfall investiert vor allem in Atomkraft, Braun- und Steinkohle, also in Energieträger, die in hohem Maße umwelt- und klimazerstörend sind. Nur einen Bruchteil der Investitionen lenkt das Unternehmen in den Bau und Betrieb von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien.