Nachdem die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchgesetzt hat, nimmt sich ”Umwelt”minister Röttgen nun erneut das Projekt Kohlekraftwerke vor. Mit Hilfe eines neuen Gesetzes zur CCS-Technologie soll Betreibern von Kohlekraftwerken, insbesondere dem Unternehmen Vattenfall, ermöglicht werden Kohlekraftwerke weiter zu betreiben und sogar neu zu bauen. CCS steht für den englischen Begriff Carbondioxide Capture and Storage, was bedeutet, dass das CO2 aus dem Rauchgas von Kohlekraftwerken gefiltert und im Untergrund abgespeichert werden soll. Der AK KLEE des BUND-Berlin bezieht zu CCS eine eindeutige Position, er lehnt die CO-Endlagerung entschieden ab.
Kohle-nur-noch-zum-Grillen (KNNZG) sprach mit dem CCS-Experten der BUND-Bundesgeschäftsstelle Robert Pörschmann über den CCS-Gesetzentwurf der Bundesregierung sowie den Protest und dessen Argumente gegen CCS.
Die Kette startet am Samstag um 11:45 Uhr an der EnBW Hauptstadtvertretung, Schiffbauerdamm 1 (Bahnhof Friedrichstraße).
Wir bilden eine Menschenkette von EnBW, dem Betreiber des Schrottreaktors in Neckarwestheim, zu E.ON (Unter den Linden) und machen deutlich: Atomkraftwerke abschalten! Atomausstieg selbst in die Hand nehmen! Bei der Auftaktmenschenkette wird es auch die Möglichkeit geben, Fahrkarten für den Sonderzug am 12.3. nach Stuttgart zu erwerben.
Am Donnerstag stimmt der Bundestagüber längere Laufzeiten für Atomkraftwerke ab. Mit einer Protestkette direkt am Reichstagsgebäude zeigen wir unser NEIN zur Atomkraft. Wir fordern: keine Laufzeitverlängerung! Atomkraft abschalten!
Ablauf
Kommt am 28. Oktober zum Reichstagsgebäude. Unser Treffpunkt ist an der Heinrich-von-Gagern-Straße, Nähe Kanzleramt, gegenüber des Reichstagsgebäudes, Nähe U-Bahn-Station “Bundestag”. Wir sind an der großen Sonnenblume zu erkennen. Von 8 Uhr an werden wir Kaffee, Tee, Kuchen und SonnenblumenKernenergie anbieten und dann gemeinsam mit einer Protestkette deutlich machen: Mit euren Atomplänen kommt ihr nicht durch!
Die Regierung streitet, der Bundestag wurde noch überhaupt nicht gefragt und die Atomkonzerne versuchen mit Zeitungsanzeigen und Drohungen noch ein bisschen mehr für sich rauszuholen. Schluss jetzt! Wir wollen nicht längere, sondern kürzere Atom-Laufzeiten!
Komm zur Demo am 18.9. im Regierungsviertel in Berlin. Aus ganz Deutschland fahren Busse und Sonderzüge. Los geh’t um 13 Uhr auf der Reichstagswiese. Wir betreuen vor der Demo den Infostand des BUND.
Am Samstag, den 4. September, rufen Bürgerinitiativen aus Beeskow zu einer Kundgebung gegen Vattenfalls Pläne für ein CO2-Endlager in der Region auf. Wir unterstützen die Proteste und werden uns an der Demonstration beteiligen. Wir werden gemeinsam aus Berlin mit der Bahn nach Beeskow fahren.
Am Mittwoch waren wir mal wieder mit “Kohle nur noch zum Grillen” im Einsatz: Der Energiekonzern EnBW feierte in Berlin sein Sommerfest mit etwa 600 geladenen Gästen, darunter Forschungsministerin Annette Schavan und viele Bundestagsabgeordnete, während in Karlsruhe und in Mannheim neue Kohlekraftwerke im Auftrag der EnBW gebaut werden. Doch nicht nur das, die EnBW betreibt außerdem mit dem AKW Neckarwestheim I einen der ältesten laufenden Atommeiler in Deutschland. Also haben wir wieder Tofuwürstchen und Schokobananen eingepackt und vor dieser Lobbyveranstaltung gegrillt. Ebenfalls protestiert haben die Attac Energie AG mit ihrem “Krümmel-Monster” und die Berliner Greenpeace Gruppe.
Die polnische Regierung plant, in den nächsten Jahren mehrere Atomkraftwerke zu bauen. Ein möglicher Standort dafür ist Gryfino an der Oder. Mit einem Anti-Atom-Camp in Mescherin (gegenüber von Gryfino) wollen sich deutsche und polnische Atomkraftgegner über die geplanten Vorhaben informieren und Kontakte knüpfen. Das Camp beginnt am Freitag (21.5.) und geht bis Pfingstsonntag (23.5.). Abreise ist am Montag. Mescherin ist von Berlin gut mit der Bahn (Bhf Tantow) und Fahrrad (ca. 7 km) zu erreichen. Für gutes Essen sorgt der bekannte Aktivist Wam Kat (“24 Rezepte zur kulinarischen Weltverbesserung”). Unser Anti-Atom-Experte Florian leitet einen Workshop über Argumente gegen Atomkraft.
Am Samstag ist allgemeiner Besuchertag und um 14 Uhr eine Kundgebung. Wer nur kurz vorbeischauen will, sollte dann kommen. Weitere Infos: www.aflum.de und www.anti-atom-camp.org
Am Montag, 3. Mai beginnt im ewerk in der Wilhelmstraße 43 (Mitte) die Jahrestagung Kerntechnik des „Deutschen Atomforum“ und der „Kerntechnischen Gesellschaft“. Hier planen und besprechen die AKW-Betreiber und die Atomlobby den Weiterbetrieb ihrer Krückentechnologie. Dem setzen wir unseren Protest hörbar entgegen! Unter dem Motto „Atomkraft abpfeifen“ stellen wir uns, gemeinsam mit den Naturfreunden und anderen Gruppen, der Atomlobby lautstark entgegen. Bringt Trillern, Tröten und Trommeln mit, um den Atomkraftlobbyisten unsere Meinung deutlich hörbar zu machen.
Dieser Termin ist übrigens auch in unserem funkelniegelnagelneuen Kalender eingetragen, der in der rechten Spalte verlinkt ist und soger abonniert werden kann.
Die Anti-Atom-Menschenkette am 24. April ist nicht nur eine Kette, sondern an jeder Station gibt es eine Bühne mit Musik und Rednern. Aus Berlin und Brandenburg fahren wir zum Streckenabschnitt Elmshorn, das liegt nordwestlich von Hamburg. Für Stimmung sorgen 1. jede/r selber, 2. mindestens vier (!) Sambabands und 3. Die Kleingeldprinzessin! Es gibt noch ein paar Karten für unseren Bus Nr. 15, außerdem hat der BUND Berlin einige Tickets für den Sonderzug reserviert. Bestellungen per E-Mail an akklee{ät}bund-berlin.de oder in der Landesgeschäftsstelle in der Crellestraße 35 (Schöneberg).
Schaffen wir’s? Am 24. April startet die Anti-Atom-KETTENreAKTION, eine 120 km lange Menschenkette vom Atomkraftwerk Krümmel, einmal quer durch Hamburg, vorbei am AKW Brokdorf bis zum AKW Brunsbüttel. Für eine 120 Kilometer lange Kette braucht man mindestens 20.000, besser 120.000 Menschen.
Aus Berlin und drei anderen Regionen fahren Sonderzüge, außerdem kommen aus ganz Deutschland Busse. Wir haben mit anderen Gruppen in Berlin einen ganzen Bus-Pool organisiert und rechnen mit 20 oder mehr Reisebussen. Unser Bus trägt die Nummer 15. Wer mitfahren will sollte schnell eine Mail an akklee [at] bund-berlin.de schreiben. Die Karten kosten 17 Euro. Abfahrt ist am 24.4. pünktlich um 9 Uhr am Kurt-Schumacher-Platz Gotthardstraße (U-Kurt-Schumacher-Platz), zurück sind wir am selben Tag gegen 21 Uhr.